Abwrackprämie sei Dank: Die Autobranche rechnet in diesem Jahr mit 3,5 Millionen verkauften Neuwagen. Im Monat Juni wurde sogar eine historische Marke geknackt.

Die bisherige Prognose von 3,1 Millionen verkauften Autos für das Gesamtjahr 2009 wurde am Donnerstag in Frankfurt vom Verband der Automobilindustrie (VDA) auf 3,5 Millionen Neuwagen angehoben.

Durch die Abwrackprämie haben die Neuzulassungen in Deutschland laut VDA sogar den höchsten Juni-Wert seit der Wiedervereinigung erreicht. Die Zahl kletterte auf 427.000 Fahrzeuge, das sind 40 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Ein Viertel mehr Neuzulassungen als im Vorjahr

Im gesamten ersten Halbjahr stieg die Zahl der Neuzulassungen um 26 Prozent auf 2,06 Millionen. Dies führte der VDA vor allem auf die staatliche Umweltprämie und die Neuordnung der Kfz-Steuer zurück.

Diese Anreize stärkten die Inlandsnachfrage und stabilisierten in diesem Jahr die Beschäftigung, sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann.

Opel mit starken Absatzzuwächsen

Auch der angeschlagene Autohersteller Opel hat im ersten Halbjahr 2009 erhebliche Absatzzuwächse auf dem deutschen Markt erzielt. In den ersten sechs Monaten wurden mehr als 187.000 Opel-Fahrzeuge neu zugelassen - das sind knapp 30 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, teilte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg mit.

Allein das Juni-Plus für Opel betrug 56 Prozent, das war für diesen Monat der höchste Zuwachs aller deutschen Automarken.

Noch stärker als Opel profitierten in den ersten sechs Monaten Ford (plus 44 Prozent) und VW (plus 31 Prozent) sowie viele ausländische Marken von der staatlichen Abwrackprämie.