In drei Kategorien war Amazon in diesem Jahr bei der Oscar-Verleihung erfolgreich mit dabei. Schon ein bisschen verrückt, wo Amazon inzwischen überall mitmischt. Aber in seinem Kerngeschäft macht Amazon noch ganz andere verrückte Dinge.

An das Drama "Manchester by the Sea", produziert von den Amazon Studios, gingen zwei Oscars:   Casey Affleck als bester Hauptdarsteller und Kenneth Lonergan für das beste Originaldrehbuch. Mit an Bord waren die Amazon Studios auch bei dem iranischen Film "The Salesman", der  als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet wurde.

Weitaus eigenartiger als das Engagement in Hollywood, mit dem Amazon sein Prime-Video-Angebot stärkt, sind so manche anderen Produkte und Services, die auf der Plattform geboten werden. Einige davon sollten den Wettbewerb zudem alarmieren.  

Kunden, die auf Ziegen starren

Über seinen Amazon Business Service vermittelt Amazon nicht nur Handwerker und andere Dienstleister, sondern auch obskure Angebote wie Ziegen. Statt Rasenmäher. Den Ziegenhüter gibt es natürlich dazu. Das öko-freundliche Angebot lohnt aber weniger vor den Vorstadtgarten.
© Amazon

Truck Stop

Vielleicht die bekloppteste - aber auch zukunftsträchtige – Idee von Amazon. Der Treasure-Truck, Amazons rollender Schnäppchen-LKW, verkauft seit 2015 in Seattle Sonderangebote am Straßenrand. Seine Tour, mit jeweils nur einem speziellen Angebot, kündigt der Treasure-Truck per App an. Zum Jubiläum hat der Truck, der ein bisschen wie eine Kirmesbude aussieht, ein Mega-Steak in Massen verkauft. Nun könnte das Konzept auch in London starten.
© Amazon/Household

Amazon Treasure Truck


Auf dem Amazon-Highway ist die Hölle los

Mit Amazon Automotive und Amazon Vehicles erschließt sich Amazon gerade offensiv das Geschäft mit dem Autoteile-Handel. Amazon Vehicles bietet schon mal eine Art Produktkatalog auf.  Derzeit ist dieser Grundstein für den Autoverkauf bei Amazon vor allem ein extrem umfangreicher Showroom für etliche Automodelle und ein Weg, um den Kunden zu passenden Ersatzteilen zu lotsen. Das sind Vorboten. Und nicht die einzigen. Toyota verkaufte bereits den Aygo als Sonderedition bei Amazon in Italien . Hierzulande war Mercedes auf einer Microsite für Probefahrten mit der E-Klasse. Amazon verfolgt den Autohandel aber mit langem Vorlauf. 2014 sorgte eine PR-Aktion für Aufsehen, als Amazon in einem Riesen-Paket einen Nissan an die Haustüre lieferte.

Amazon & Nissan

Little Buddha

In Japan können Nutzer über den Marktplatz auf Amazon einen buddhistischen Priester ordern. Für Familienfeiern oder private Meditationen. Das Angebot namens „Obo-san bin" beziehungsweise "Mr. Monk Delivery“ findet in Japan aber nicht nur Gegenliebe.
© Amazon

Sideways

Eigentlich gar nicht so verrückt, sondern ein guter Service. In Japan bietet Amazon die fachkundige Hilfe eines Sommelier beim Online-Weinkauf an. Die Beratung erfolgt telefonisch.

Aristocats

Noch einmal Japan. Diesmal mit der vielleicht knuffigsten Kategorie des Onlinehändlers. Die Japaner erfreut Amazon mit einem speziellen Cat-Store mit über 20.000 Produkten und Katzenspielzeug, dass auch hierzulande Kaufreflexe auslösen könnte. Wie wäre es beispielsweise mit einem Plattenspieler für Katzen oder dem eigenen Laptop für die Katze – samt Aquarium im Monitor?
© Amazon


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