Nach dem Vorbild von Lego will das fränkische Familienunternehmen Playmobil den Vertrieb über eigene Filialen testen. Erster Standort wird Mitte Februar München.

Wenn am 18. Februar die Pasing Arcaden II eröffnen, bekommen Münchens Spielwarenhändler gewichtige Konkurrenz: Playmobil hat in dem Center eine Fläche über 100 Quadratmeter gemietet und testet dort erstmals ein eigenes Ladenkonzept.

Spieltische und Schaukästen sollen die Produkte dort besser in Szene setzen als dies im Handel bisher möglich ist, teilt das Unternehmen mit.

Vorbild Lego

Playmobil-Geschäftsführerin Andrea Schauer sprach auf der Spielwarenmesse in Nürnberg (läuft noch bis 4. Februar) von einem "Experiment". Bislang gibt es nur im firmeneigenen Playmobil-Vergnügungspark einen eigenen Shop. 

Der Hersteller aus Zirndorf in Franken folgt dem Beispiel der dänischen Lego-Gruppe, die seit mehr als zehn Jahren eigene Läden betreibt, in Deutschland inzwischen elf Standorte. Nach Lego und Mattel ist Playmobil mit einem Marktanteil von 7,5 Prozent die Nummer drei auf dem deutschen Spielzeugmarkt.

Die Brandstätter-Gruppe, zu der neben Playmobil auch der Pflanzgefäßhersteller Lechuza gehört, steigerte ihren Umsatz 2012 um 5 Prozent auf 591 Millionen Euro. Der Absatz von Playmobilfiguren und -sets wuchs in Deutschland 2012 um 7 Prozent.