Der 1. FC Köln kämpft um den Verbleib in der Ersten Fußball-Bundesliga. Doch Sponsorenprobleme hat der Traditionsclub nicht - Rewe hat den Vertrag als Hauptgeldgeber abermals verlängert.

Genau genommen ist diese Liason keine Liebesehe - dafür eine bestens funktionierende Zweckgemeinschaft. Schließlich ist Alain Caparros dafür bekannt, nicht gerade ein großer Fußballfan zu sein.

Umso kalkulierter verfolgt der Vorstandsvorsitzende der Rewe Gruppe das Sponsoring beim Bundesligaclub 1. FC Köln. "Das Engagement muss sich für uns auch wirtschaftlich rechnen. Da bin ich ganz emotionslos", hat der Franzose einmal der "Süddeutschen Zeitung" gesagt. In den Verein investiere die Rewe einen "niedrigen zweistelligen Millionenbetrag".

Podolski verletzt

Dieses Investment lohnt sich ganz offensichtlich. Denn der Kölner Handels- und Touristik Konzern hat seinen Sponsoringvertrag mit dem Fußballverein um ein weiteres Jahr verlängert.

Damit tragen Kölner Spieler bald das Rewe-Logo in der fünften Saison auf dem Trikot. Ob in der Saison 2011/2012 auch noch auf erstklassiger Bühne, ist unklar - in der aktuellen Bundesligasaison kämpft die Mannschaft gegen den Abstieg.

Derzeit steht das Team auf Platz 16. Nun meldet sich auch noch Publikumsliebling und Stürmerstar Lukas Podolski mit einer Sprunggelenkverletzung krank. Damit fällt er für das Spiel des 1. FC Köln am kommenden Samstag beim FC Schalke 04 aus, teilte der Verein mit.

Moralische Unterstützung gibt es von Rewe-Aufsichtsrat Josef Sanktjohanser, der mitteilen lässt, das Unternehmen wolle mit der Vertragsverlängerung ein Zeichen setzen und zeigen, dass es auch in schwierigen Zeiten zum Verein und den Fans steht.

Das ist nett. Doch maßgeblicher für die Vertragsverlängerung dürfte Caparros' Erkenntnis sein, dass zu jedem Heimspiel der Kölner rund 50.000 Menschen strömen - "viele in FC-Trikots mit dem Rewe-Schriftzug auf der Brust - unglaublich".