Porta, Nummer Vier im deutschen Möbelmarkt, knackt die Umsatzmilliarde, will im kommenden Jahr kräftig investieren und das Discount- und SB-Format ausbauen.

Die Möbelkette Porta will vor allem im Selbstbedienungs- und Discount-Segment wachsen. In diesem Jahr habe der Umsatz um rund drei Prozent auf "reichlich eine Milliarde Euro" zugelegt, sagte Geschäftsführer Kurt Jox am Montag in Porta Westfalica. Genaue Zahlen nannte das Familienunternehmen nicht.

Wie in der gesamten Möbelbranche sei die Verkaufsfläche gestiegen, während der Umsatz seit Jahren stagniere, sagte Jox. Allerdings sei der Anteil der SB- und der Discount-Märkte gewachsen. "Und das wird auch so weitergehen."

100 Möbel-Boss-Filialen bis 2012

Neben den bundesweit 20 Porta-Möbelhäusern führt die Gruppe derzeit 87 "Möbel-Boss"-Filialen. Bis Jahresende kommen noch zwei dazu, 2011 nochmals acht. 2012 soll die Hunderter-Marke erreicht werden.

Die Nummer Vier auf dem deutschen Markt - habe auch in den schwierigeren Zeiten ihre Mitarbeiterzahl von 6.500 etwa gehalten, sagte Jox. Der Expansionskurs gehe weiter. In diesem Jahr seien rund 80 Millionen Euro investiert worden, im nächsten Jahr sollen es 100 Millionen sein. Die Summen würden aus der Liquidität aufgebracht. Die Gruppe könne mit 60 Prozent Eigenkapital Durststrecken "ganz gut" überstehen.

Familienunternehmen in zweiter Generation

Wilhelm Fahrenkamp und Hermann Gärtner hatten das Unternehmen vor 45 Jahren gegründet. Zunächst als Möbelgroßhandel, ab 1968 als Einzelhandel. "Wir wurden damals von vielen Leuten belächelt, als zwei Jungs vom Lande ein Möbelhaus aufmachen wollten", sagte der 79- jährige Fahrenkamp. Mit den Kindern Birgit Gärtner und Achim Fahrenkamp ist jetzt die zweite Generation am Ruder.

Die Gruppe werde zum Jubiläum am 1. Dezember keine aufwendige Feier finanzieren, sondern ihr Engagement für soziale Projekte verstärken, hieß es. Mitarbeiter haben mit vielfältigen Aktionen 450.000 Euro für die Andreas-Gärtner-Stiftung zugunsten von Menschen mit geistiger Behinderung gesammelt.