Bei Praktiker stehen harte Einschnitte bevor. Vor allem die Mitarbeiter im Saarland bekommen das zu spüren. Am Samstag wollen sie dagegen protestieren - und haben sich dafür eine große Bühne ausgesucht.

Mitarbeiter der Baumarktkette Praktiker wollen ihren Protest gegen die Schließung der Zentralverwaltung im saarländischen Kirkel ins Fußballstadion tragen.

Am Samstag sei in der Halbzeitpause der Drittliga-Partie 1. FC Saarbrücken gegen Rot-Weiß Oberhausen "eine spektakuläre Protestaktion" geplant, teilte die Gewerkschaft Verdi in Saarbrücken mit. Die Partie wird um 14 Uhr angepfiffen.

Das Spiel selbst werde dadurch nicht beeinträchtigt. Spieler und Fans sollten sich mit den Praktiker-Mitarbeitern solidarisch zeigen. Die Heimspiele des 1. FC Saarbrücken wurden in dieser Saison bisher von durchschnittlich 6.000 Zuschauern verfolgt.

Der Protest richtet sich gegen die von der Geschäftsführung angekündigte Verlagerung des Stammsitzes nach Hamburg. Dies würde im Saarland zum Verlust von etwa 500 der dortigen 700 Arbeitsplätze führen.

Viele unterschiedliche Restrukturierungsmaßnahmen sollen Praktiker "in zwei Jahren wieder zu einer soliden Ertragslage verhelfen", hofft der Sanierer und Interimschef Thomas Fox, der bereits Karstadt aus der Insolvenz geführt hat.