Die Praktiker AG kann ihre Kapitalerhöhung erfolgreich abschließen. Einen Großteil der neuen Aktien übernimmt allerdings der Investor, der an das Schicksal des angeschlagenen Konzerns gekettet scheint.

Von den neuen Aktien im Wert von insgesamt 55,6 Millionen Euro, die im Zuge der Kapitalerhöhung der Praktiker AG für je 1,08 Euro ausgegeben wurden, sind ledglich Anteilsscheine im Wert von 30,6 Millionen von Altaktionären gekauft worden.

"Die verbleibenden 25 Millionen Aktien, für die Bezugsrechte nicht wahrgenommen wurden, sind  gemäß einer vorab getroffenen Back-Stopp-Vereinbarung von der Donau Invest Beteiligungs Ges.m.b.H zum Bezugspreis übernommen", gab der Baumarkt-Konzern am heutigen Freitag in einer Pressemitteilung bekannt.

Damit hat die am 4. Juli 2012 von der Hauptversammlung in Hamburg beschlossene Kapitalerhöhung den Bruttoemissionserlös von 60 Millionen Euro erbracht. Das Grundkapital der Praktiker AG erhöhte sich von 58 Millionen Euro auf 113,6 Millionen Euro.

Nach Eintragung der Kapitalerhöhung ins Handelsregister der Gesellschaft werden die neuen Aktien voraussichtlich ab dem kommenden Montag zum Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen und dann voraussichtlich am 18. Dezember 2012 erstmals gehandelt, teilt Praktiker mit.

Mit dem Abschluss der Kapitalerhöhung wurde zugleich die wesentliche Vorbedingung dafür erfüllt, dass die Praktiker AG 2013 auf einen weiteren, bereits vereinbarten Kredit in Höhe von 20 Millionen Euro zurückgreifen und zudem die ebenfalls zugesagte, bisher aber nur eingeschränkt nutzbare Kreditlinie im vollen Umfang von 25 Millionen Euro nutzen kann.

Eigentümer der Donau Invest Beteiligungs Ges.m.b.H. ist Alain de Krassny, der Ehemann der Fondsmanagerin Isabella de Krassny, die ihres Zeichens die Praktiker-Großaktionäre bei der Semper Constantia Privatbank und der Investmentgesellschaft Maseltov vertritt. Gemeinsam kontrollieren die Eheleute nun knapp ein Drittel der Anteile des Konzerns.