Die angeschlagene Baumarktkette Praktiker rutscht immer tiefer in die roten Zahlen. Die Verluste des Unternehmens beliefen sich 2011 auf mehr als ein Sechstel des Umsatzes.

Wegen des schwachen Geschäfts, hausgemachter Probleme und der Sanierungsbemühungen fiel im vergangenen Jahr beim Baumarktbetreiber Praktiker ein Verlust von 554,7 Millionen Euro an.

Es ist das dritte Verlustjahr in Folge - 2009 und 2010 war das Minus allerdings noch deutlich kleiner. Der Versuch des Unternehmens, seine Zinslast zu verringern, scheiterte vorerst.

Zu dem immensen Verlust, der sich auf mehr als ein Sechstel des Umsatzes beläuft, führten vor allem Abschreibungen auf Vermögens- und Firmenwerte sowie die Kosten für den Konzernumbau.

Schlechtestes Börsenjahr seit 2005

Der Umsatz des saarländischen Unternehmens fiel 2011 früheren Angaben zufolge um knapp acht Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Die Börse reagierte geschockt.

Thomas Fox, Vorstandsvorsitzender der Praktiker AG, hat immerhin erkannt, wie ernst die Lage ist: "Das zurückliegende Geschäftsjahr war für die Praktiker AG das bisher schlechteste Jahr seit dem Börsengang 2005", sagte er.

Das alles zeige, wie "dringend notwendig die strukturellen und strategischen Veränderungen sind, die wir jetzt mit dem zur Jahreswende eingeleiteten Restrukturierungsprogramm eingeleitet haben ", so Fox.