Praktiker hat mit einem starken Aprilgeschäft den schwachen Start ins Jahr kompensiert. Die eingeführte Kurzarbeit konnte der Baumarktbetreiber wieder zurückfahren.

"Der April hat uns erhebliche Zuwächse gebracht", zitiert das "Handelsblatt" (Montagausgabe) Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Werner. Beim Ausblick auf das Jahresende gab sich Werner jedoch vorsichtig.

In den ersten vier Monaten des Jahres habe die Baumarktkette das Niveau des Vorjahres erreicht. Auch im Mai sei der Konzern "sehr gut unterwegs", so Werner weiter. Noch im ersten Quartal hatte Praktiker in Deutschland einen Umsatzeinbruch von fast 6 Prozent hinnehmen müssen

"Das zweite Quartal ist für uns das wichtigste", betonte Werner. Aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs könne Praktiker sogar die Kurzarbeit an seinen deutschen Standorten zurückfahren. Der Konzern hatte als erstes Handelsunternehmen staatliche Zuschüsse für Kurzarbeit beantragt und von der zuständigen Arbeitsagentur genehmigt bekommen. Im März wurde in 81 von 241 Praktiker-Standorten Kurzarbeit angeordnet, im Mai waren nur noch fünf Märkte von dieser Sparmaßnahme betroffen.

Schwieriger Jahresverlauf erwartet

Allerdings stellt sich Werner auf ein schwieriges Jahresende ein. Da die Arbeitslosigkeit in Deutschland steigen werde, könnte die Lage für die Baumarktkette in vier bis fünf Monaten schwieriger sein. In diesem Fall sei die Genehmigung zur Kurzarbeit ein "Wettbewerbsvorteil", sagte Werner dem Handelsblatt.

Von ausgiebiger Expansion oder Zukäufen wolle Werner daher nichts wissen: Statt der üblichen 13 bis 15 neuen Märkten sollen in Osteuropa nur maximal fünf an den Start gehen, so das "Handelsblatt" weiter. Auch im kommenden Jahr werde Praktiker das gedrosselte Tempo beibehalten.

Dow Jones Newswires, DH