Der angeschlagene Baumarktkonzern Praktiker verschiebt die zum 31. Mai terminierte Hauptversammlung in den Juni. Die Finanzierung der Restrukturierung soll auf die Tagesordnung kommen.

Seit Wochen rumort es hinter den Kulissen des börsennotierten Baumarktkonzerns. Meinungsverschiedenheiten zwischen Vorstand und Anteilseignern über die strategische Ausrichtung, das Restrukturierungsprogamm und dessen Finanzierung werden teils öffentlich, teils hinter verschlossen Türen ausgetragen. Am heutigen Mittwoch gab der Konzern nun bekannt die für Ende Mai anberaumte ordentliche Hauptversammlung zu verschieben.

"Diese Entscheidung erfolgte mit Rücksicht auf den aktuellen Stand der Verhandlungen über die Finanzierung des Restrukturierungsprogramms, die mit mehreren potentiellen Investoren geführt werden und sich in einem fortgeschrittenen Stadium befinden", teilt das Unternehmen mit. "Vor einer endgültigen Entscheidung über den oder die Finanzierungspartner bedürfen die unterschiedlichen Alternativen jedoch noch der angemessenen, sorgfältigen Prüfung."

Da die angestrebte Finanzierungsvereinbarung voraussichtlich - je nach Investorenkonzept auch unterschiedliche - Maßnahmen enthalten werde, die von der Hauptversammlung zu beschließen sind, hätten Vorstand und Aufsichtsrat der Praktiker AG gemeinsam entschieden, den Termin der ordentlichen Hauptversammlung um etwa einen Monat auf die zweite Junihälfte zu verschieben.