Die Baumarktkette Praktiker musste im Krisenjahr 2009 einen deutlichen Gewinneinbruch hinnehmen. Das Sparprogramm "Praktiker 2013" soll nun auch auf Max Bahr ausgeweitet werden.

Der Umsatz des Baumarktbetreibers ging im vergangenen Jahr um 6,2 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro zurück. Das operative Ergebnis (Ebita) lag im Gesamtjahr bei 62,8 Millionen Euro und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr mehr als halbiert, teilte Praktiker auf der Bilanzpressekonferenz am heutigen Freitag in Frankfurt mit.

Unterm Strich, nach Zinsaufwand und Steuern, schrieb der Konzern Verluste. Der Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2009 belief sich auf insgesamt 9,3 Millionen Euro. Vor allem die Weltwirtschaftskrise und der Währungsverfall in Osteuropa hätten dem Unternehmen schwer zugesetzt, hieß es. In Deutschland verzeichnete die Baumarktkette leichte Umsatzeinbußen von 1,8 Prozent.

Im Ausland sanken die Erlöse allerdings um 15 Prozent. Besonders betroffen von der Rezession seien Ungarn, Rumänien, Bulgarien, die Ukraine und Griechenland gewesen. In Polen, Türkei, Albanien und Luxemburg gingen die Umsätze nur leicht zurück. 

Sparkurs wird ausgedehnt

Angesichts der schwachen Ergebnisentwicklung will der Konzern sein 2009 gestartetes Spar- und Restrukturierungsprogramm ("Praktiker 2013") in diesem Jahr auch auf die Tochter Max Bahr sowie das Ausland ausweiten.

Auf das laufende Jahr blickt Praktiker trotzdem mit Optimismus: "Die deutsche Exportwirtschaft erholt sich zusehends, der Arbeitsmarkt erweist sich als erfreulich robust", sagt der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Werner. Auch im Ausland mehrten sich die Anzeichen dafür, dass der Tiefpunkt der Rezession inzwischen durchschritten sein dürfte. 

Das Unternehmen betreibt weltweit 439 Baumärkte, davon 239 in Deutschland.