In fünf Schritten zur optimalen Gestaltung.

1. Bestandsaufnahme: Welche Kunden soll der Laden erreichen und welche Persönlichkeit soll er seinen Besuchern vermitteln? Kann der Laden an bestehende Traditionen anknüpfen? Ein Händler muss wissen, für welche Werte seine Marke steht, um sie überzeugend kommunizieren zu können.

2. Die optische DNS: Definieren Sie, welche Schlüsselreize an Farben und Formen für die Marke stehen sollen. Enthält das Logo des Unternehmens über den Schriftzug hinaus visuell einprägsame Komponenten? Unterscheidet sich die Optik von den Konkurrenten und passt sie zur anvisierten Zielgruppe?

3. Das kommunikative Ziel: Was ist das wichtigstes Ziel: Kunden anlocken oder Kunden zum Verweilen motivieren? Bei begrenzten Mitteln müssen Prioritäten gesetzt werden: Neukunden werden vor allem durch eine prägnante Außenfassade und Schaufenster angezogen. Ein schöneres Einkaufserlebnis lässt sich dagegen vor allem über Investitionen in die Inneneinrichtung erreichen.

4. Berührungspunkte zum Kunden: Überlegen Sie, welche Bereiche und Angebote des Ladens der Kunde am meisten nutzt. An diesen Punkten lässt sich die eigene Marke am wirkungsvollsten inszenieren. Manche Punkte wie Eingangsbereich oder Kasse treffen auf alle Handelskategorien zu. Dagegen ist etwa Einpackpapier im Blumenhandel als Berührungspunkt sehr wichtig, während es im Möbelhandel nur eine marginale Rolle spielt.

5. Der verfügbare Etat: Über welche Investitionsmittel verfügen Sie? Hier entscheidet sich, ob man über eigens angefertigte Elemente und bauliche Veränderungen auffallen will oder sich mit der Umdekoration des Bestehenden zufriedengeben muss. Beschränken Sie sich im Zweifelsfall auf eine Gestaltung der Berührungspunkte, die die beste Kosten-Nutzen-Relation in der Kommunikation mit dem Kunde versprechen. Bedenken Sie, dass bei mehreren Filialen die Veränderung einheitlich umgesetzt werden muss, wenn die Marke nachhaltig vermittelt werden soll.

Santiago Campillo-Lundbeck