41% der deutschen Angestellten verbringen über drei Stunden ihrer wöchentlichen Arbeitszeit mit privatem Surfen. Dies ergab die neue Studie "Web@Work".

41% der deutschen Angestellten - davon doppelt soviele Männer wie Frauen - verbringen über drei Stunden ihrer wöchentlichen Arbeitszeit mit privatem Surfen. Dies ergab die neue Studie "Web@Work", die sich mit Verhalten und Meinungen zum privaten Internet-Konsum am Arbeitsplatz befasst.

Grundsätzlich hat der Gebrauch des Internets in Deutschland einen hohen Stellenwert. 63% der Befragten sehen im Internet entweder eine wesentliche Erleichterung ihrer Arbeit oder könnten sie ohne Internetzugang nicht mehr ausführen. Diese Aussage trafen 68% der Arbeitnehmer, jedoch nur 54% der Arbeitnehmerinnen. Zum Vergleich: Dieser Meinung waren 57% der Befragten in Großbritannien, 55% in Italien und 39% in Frankreich.

Durchgeführt wurde die Web@Work Studie von Taylor Nelson Sofres, einem internationalen Marktforschungsunternehmen, das in Deutschland durch Tns Emnid vertreten wird. Auftraggeber war Websense, ein Hersteller von Filtersoftware fürs Internet. Befragt wurden 800 Angestellte in Deutschland, Großbritannien, Italien und Frankreich. Die Frage, ob sie der private Internetkonsum ihrer Kollegen am Arbeitsplatz stören würde, beantwortete über ein Drittel der befragten Deutschen zustimmend, während dies auf lediglich ein Fünftel in Frankreich zutraf. Zudem neigen Deutsche und Briten am meisten dazu, die Angelegenheit selbst in die Hand zu nehmen, indem sie die private Internetnutzung eines Kollegen entweder Vorgesetzten melden oder den Kollegen direkt auf sein Verhalten ansprechen.

Pornografische Websites sind entgegen der landläufigen Einschätzung für lediglich 6% die richtige Adresse während der Arbeitszeit und damit eine der seltensten genannten Kategorien.

Tatsächlich wird das Internet weitaus vielfältiger genutzt. Die Studie belegt, dass deutsche Arbeitnehmer im Internet am häufigsten Informationsangebote besuchen. Mit 66% der Nennungen für diese Kategorie übertreffen sie alle anderen in der Studie erfassten Nationalitäten bei Weitem. Auf Platz zwei der Beliebtheitsskala der besuchten Websites rangieren mit 60% Urlaub und Reisen, gefolgt von der Kategorie Hobby mit 46%. Auch bei Urlaub und Reisen sind die Deutschen im europäischen Vergleich führend. Websites zu Kapitalanlagen sind für die Deutschen doppelt so interessant wie für die Befragten der anderen drei Nationalitäten. Websites zu Auktionen finden bei immerhin 13% der deutschen Sufer am Arbeitsplatz Anklang - der Durchschnittswert der anderen Länder liegt bei 9%.

Die Studie ergab außerdem, dass es 71% der Arbeitnehmer akzeptieren würden, wenn der Internetzugriff am Arbeitsplatz Regeln unterworfen ist. Die höchste Zustimmung fand dieser Punkt mit 82% bei Deutschen und Briten. 70% der deutschen Arbeitnehmer betrachten Filtersoftware als geeignete Management-Methode für die Internetnutzung am Arbeitsplatz. Die durchschnittliche Zustimmung lag bei 65%.

"Die Untersuchung zeigt eindeutig, dass das Internet einerseits ein wichtiges Business-Medium ist, andererseits aber auch ein gewisses Ablenkungspotenzial birgt", sagt Willi Inderst, bei Websense Vertriebsleiter für Deutschland, Österreich und die Schweiz. "Unternehmen sind aufgefordert, beides in Einklang zu bringen und eine für die Mitarbeiter akzeptable Regelung der Internutzung zu finden." (ST)


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