Ford präsentiert die neuen Vans C- und S-Max, legt vom Mondeo eine Top-Ausstattung inklusive zahlreicher Dienstleistungen auf und ist besonders stolz auf die amerikanische Sportwagen-Ikone Mustang.

„Ford. Die tun was“, lautete der Slogan des Kölner Automobilherstellers in den 90-er Jahren. Jetzt sind die Rheinländer mit ihrer Marketingbotschaft „eine Idee weiter“ – und tun wirklich was. Die vor drei Jahren gestartete Produktoffensive mit 25 neuen Modellen bis 2017 läuft jedenfalls auf Hochtouren. Aktuell stehen die Vans des Hauses im Blickpunkt. Die aufgefrischten Familien- und Flottengefährte sollen für weiteres Absatzvolumen sorgen, die amerikanischen Sportwagenikone Mustang soll dagegen das Image aufpolieren.

Den Anfang macht der überarbeitet C-Max, den es auch als siebensitzigen Grand C-Max geben wird. Die Preise beginnen in der Einführungsphase bei 16.490 Euro. Die längere Version kostet zunächst mindestens 17.990 Euro. „Das ist ein Vorteil für unsere Kunden von 3.610 Euro“, lockt Vertriebs- und Marketingdirektor Wolfgang Kopplin schnell entschlossene Käufer.

Kompakter Van mit Euro-6-Motoren

Der kompakte Van verfügt nun über größtenteils neu entwickelte Euro-6-Motoren und ein neues Armaturenbrett mit Acht-Zoll-Bildschirm, das schon im Focus seinen Dienst tut. Nun sind auch im C-Max die Zeiten ungezählter Knöpfe und Schalter vorbei. Die meisten Funktionen werden über den berührungsempfindlichen Monitor gesteuert. Praktisch ist auch der mit einem Fußschwenk unter der Heckschürze zu öffnende Kofferraumdeckel.

Noch gediegener geht es ab September im S-Max zu. „Ein komplett neues Auto“, schwärmt Kopplin und verweist auf die zahlreichen technischen Finessen des variablen Fünf-, oder Siebensitzers. Hierzulande sind vor allem die Dieselmotoren gefragt. Für die Varianten ab 110 kW/150 PS steht ein Doppelkupplungsgetriebe zur Wahl und für 2016 verspricht der oberste Ford-Verkäufer auch die soeben erst im Mondeo präsentierte Top-Ausstattung „Vignale“.

90 Exklusiv-Händler

Foto: Ford
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Die wird vor allem über 90 Exklusiv-Händler mit speziellen Verkaufsräumen angeboten und umfasst auch zahlreiche Dienstleistungen bis hin zum Hol- und Bringservice bei einem Werkstattaufenthalt. Was der vornehme Van dann kosten wird, ist noch offen. Der Basispreis liegt bei 30.150 Euro.

Gar nicht so weit davon entfernt startet der Mustang. Bereits ab exakt 35.000 Euro gibt es den „American way of drive“ erstmals in Europa frei Haus. Allerdings mit gar nicht US-typischem Vierzylinderantrieb. Der leistet aber immerhin stolze 233 kW/317 PS und hört sich bei höheren Drehzahlen, dank akustischer Nachhilfe, noch potenter an. Auf einer ersten Proberunde lagen die Verbrauchswerte allerdings schon bei moderater Fahrweise bei rund zwölf Litern – und für eingefleischte Enthusiasten ohne schlechtes Umweltgewissen steht für exakt 40.000 Euro auch noch der 310 kW/421 PS starke Achtzylinder im Programm.

Mustang wird in Europa erstmals offziell verkauft

Beide Varianten werden als Coupé und Cabrio angeboten und sollen 2016, im ersten vollen Verkaufsjahr, hierzulande wenigstens 4.000 zahlungswillige Fans finden. Das Kontingent für das laufende Jahr sei praktisch bereits ausgeschöpft“, erklärt Kopplin angesichts von 1.800 Vorbestellungen, versichert aber: „Wir können bei entsprechender Nachfrage aber jederzeit mehr Fahrzeuge ordern“. Erstmals in der mehr als 50-jährigen Mustang-Historie bietet Ford den Wagen offiziell in Europa an. Vorführwagen stehen zwar nur bei den besagten 90 Top-Händlern, verkauft wird der Mustang aber an allen Standorten mit der Pflaume im Emblem.

Bernd Nusser