Ein Windenergieunternehmen, ein katholischer Verlag und ein Betreiber von Burger-King-Filialen zählen zu den prominentesten Insolvenzen im Wirtschaftsjahr 2014.

Prokon: Die Insolvenz des Windkraftunternehmens Prokon war nicht nur ein Schock für die Beschäftigten. Betroffen waren auch rund 74.000 Anleger, die insgesamt 1,4 Milliarden Euro in das Unternehmen investiert hatten. Der Insolvenzverwalter bittet die Anleger, in einem ersten Schritt auf die Hälfte ihres eingesetzten Kapitals zu verzichten. Ende April 2015 sollen die Gläubiger über den Insolvenzplan entscheiden.

Weltbild: Eine Debatte um erotische und esoterische Literatur stürzte das Verlagshaus Weltbild ab 2011 in eine tiefe Krise. Weltbild geriet ins Abseits, dann drehte die Kirche den Geldhahn zu. Anfang 2014 musste der defizitäre Verlag Insolvenz anmelden. Für die Beschäftigten begann ein Jahr der Ungewissheit: Ein interessierter Käufer sprang kurz vor einem Vertragsabschluss wieder ab, im Sommer übernahm die Düsseldorfer Droege Group den Verlag und kündigte weiteren Jobabbau an. Knapp ein Drittel der einst mehr als 3500 Stellen war zu diesem Zeitpunkt bereits weggefallen.

Burger King-Filialbetreiber Yi-Ko: Bereits im April hatten Recherchen der RTL-Sendung "Team Wallraff - Reporter Undercover" Yi-Ko in Bedrängnis gebracht. Die Vorwürfe: In den Burger-King-Restaurants, die Yi-Ko als Lizenznehmer betreibt, gebe es Hygienemängel und die Arbeitsbedingungen seien schlecht. Yi-Ko gelobte Besserung, doch Burger King entzog Yi-Ko die Lizenz, 89 Restaurants mit rund 3.000 Beschäftigten mussten schließen. Im Dezember meldete Yi-Ko Insolvenz an, doch inzwischen gibt es wieder Hoffnung für die Mitarbeiter: Der Insolvenzverwalter einigte sich mit Burger King. Die Filialen sollten bald wider öffnen.