Es gibt ein schönes Zitat aus "Alice im Wunderland", das die Welt von Pure Playern und Katalogversendern illustrieren könnte: “Wenn du doch nicht so drängeln wolltest”, sagte die Haselmaus, die neben ihr saß. “Man bekommt ja gar keine Luft mehr.” “Ich kann nichts dafür”, sagte Alice voller Sanftmut; “ich wachse.” “Du hast hier nicht zu wachsen!”, sagte die Haselmaus." Den klassischen Versendern geht es wieder der recht verschlafenen Haselmaus. Ihnen geht allmählich die Luft aus. Das belegt der Branchenreport „Online-Handel 2013“ des IFH Köln.

Für Totenglöckchen für den stationären Handel mag es noch zu früh sein, doch die traditionellen Versandmodelle müssen sich der Dominanz der Pure Player zunehmend geschlagen geben.

Die Pure Player sichern sich mit einem Anteil von 35,4 Prozent am Online-Handel das größte Stück vom Kuchen – dicht gefolgt von den stationären Händlern Online (29,3 %). Online-Katalogversender, wie Otto oder Baur, können nach weiteren Umsatzeinbußen nur noch knapp 24 Prozent Online-Anteil auf sich vereinen. Die Zahlen nennt der Branchenreport „Online-Handel 2013“ des IFH Köln.

Geht es nach den Kölnern wird es in Zukunft nur noch schlimmer: Auf über 40 Prozent schätzt die Studie den Marktanteil der Pure Player bis 2017, die sich mit Eigenmarken zunehmend vom Wettbewerb differenzieren und zugleich so die Renidte aufmöbeln. Katalogversender schrumpfen auf 21,8 Prozent  - und dabei sind sogar die Teleshopping-Anbieter mit eingerechnet.

Fürchten müssen sich auch die stationären Händler Online. Schließlich werden sie nicht nur von den Pure Playern in die Zange genommen, sondern auch von ihrem Marktpartner, den Herstellern, die ihre eigenen Webshops hochrüsten und zunehmend Online-Marktanteile gewinnen.