Bereits in vier Tagen ist der Ausverkauf bei quelle.de vorbei. Doch Weiße Ware wird es auch nach diesem Datum bei Quelle geben. Dafür werden die Technik-Center beliefert.

Der insolvente Versandhändler Quelle wird seinen Ausverkauf von 18 Millionen Artikeln im Internet in wenigen Tagen beenden. Am 30. November werde der Verkauf auf der Plattform quelle.de eingestellt, teilte der Sprecher von Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg heute in Essen mit. Seit dem 1. November hätten mehr als eine Million Kunden Waren bestellt.

"Privileg" wieder lieferbar

Görg habe sich zudem mit den Herstellern Weißer Ware über den Ausverkauf von mehreren zehntausend Elektrogeräten verständigt. Bis Mitte Dezember soll der überwiegende Teil der Geräte über die Quelle-Technik-Center (QTC), knapp zehntausend Artikel, ab sofort über quelle.de verkauft werden.

"In den kommenden Tagen sind Elektrogeräte der Marke 'Privileg' in den noch bestehenden 63 Technik-Centern wieder kurzfristig verfügbar", erklärte Jörg Nerlich, Beauftragter der Insolvenzverwaltung für den Versandhandel, nach Abschluss der Vereinbarung. "Die Garantie für die Kunden ist dabei ebenso gesichert wie bei den Geräten, die über quelle.de gekauft werden."

Technik-Center haben mehr im Sortiment

Nerlich wies darauf hin, dass über die QTC auch weitere Produkte aus dem Quelle-Sortiment weiter verkauft würden.

Die Insolvenzverwaltung plane für die weitere Abwicklung des Ausverkaufs ab Dezember noch bundesweit mit rund 3.000 statt bislang 4.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, teilt Nerlich mit. Davon seien 900 statt bislang rund 1.300 Beschäftigte bei Quelle Deutschland. Darunter befänden sich auch die Callcenter, die zum Jahreswechsel übernommen werden.

Durch Verkäufe von Gesellschaften Jobs retten

Durch die Verkäufe von Teilgesellschaften in den vergangenen vier Wochen hätten bislang rund 1.200 Arbeitsplätze erhalten werden können, betonte Nerlich.

Weitere knapp 1.000 Arbeitsplätze könnten bei einem Verkauf der Profectis GmbH, dem technischen Kundendienst, erhalten bleiben. "Die Gespräche über einen Verkauf des Kundendienstes verlaufen vielversprechend", sagte Nerlich.