Beim insolventen Versandhändler Quelle gehen schon bald die Lichter komplett aus. Der Ausverkauf in den Technikcentern endet noch vor Weihnachten.

"Die Hälfte der 63 Technikcenter schließt zum 12. Dezember und der Rest zum 19. Dezember", sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters am Freitag und bestätigte damit einen Bericht der Tageszeitung "Nürnberger Nachrichten".

Bereits Ende November war der Abverkauf über das Internet eingestellt worden. Allerdings türmen sich noch immer Millionen Artikel in den Quelle-Lagern.

Noch immer sind die Lager voll

Allerdings türmen sich noch immer Millionen Artikel in den Quelle-Lagern. Die Insolvenzverwaltung gehe davon aus, dass bis zum Abschluss des Abverkaufs noch Waren im Wert von 50 Millionen Euro vorhanden seien. "Diese gehen dann aber nicht an Privatkunden, sondern an Drittverwerter", sagte der Sprecher. Dies soll weiteres Geld in die Kassen spülen.

Dass der Ausverkauf bereits in gut einer Woche beendet werde, hänge damit zusammen, dass das Unternehmen noch eine gewisse Zeit brauche, um zurückgegangene Waren zu ordnen. Schließlich hätten die Kunden ein 14-tägiges Rückgaberecht. Bis Ende Dezember seien deshalb noch Mitarbeiter damit beschäftigt, sich unter anderem um zurückgesendete Waren zu kümmern.

Zukunft von Profectis unklar

Derweil laufen noch immer Gespräche über den Verkauf des Quelle-Kundendienstes Profectis mit Sitz in Nürnberg und eines Call-Centers mit 200 Mitarbeitern im sächsischen Görlitz. Man hoffe, beide Einrichtungen noch in diesem Jahr verkaufen zu können, sagte der Sprecher.

In eine ungewisse Zukunft blicken derzeit auch noch einige Mitarbeiter des Nürnberger Quelle Instituts für Warenprüfung (IfW), in dem jahrzehntelang Waren auf ihre Qualität hin überprüft wurden.

Ob das Institut im Ganzen erhalten bleibe oder nur einzelne spezielle Laborgeräte verkauft würden, hänge davon ab, "welcher Bewerber sich mit welchem Konzept durchsetzt", erklärte Schulz.