Die Zukunftsaussichten von "Powerline" werden schon seit längerer Zeit als kritisch eingestuft. Das so genannte Internet aus der Steckdose, so zahlreiche Marktforscher, tauge nicht zum Massenmedium. Nun zieht der RWE-Konzern die Konsequenzen und verabschiedet sich von seinen Powerline-Aktivitäten.

Die Zukunftsaussichten von "Powerline" werden schon seit längerer Zeit als kritisch eingestuft. Das so genannte Internet aus der Steckdose, so zahlreiche Marktforscher, tauge nicht zum Massenmedium. Nun zieht der RWE-Konzern die Konsequenzen und verabschiedet sich von seinen Powerline-Aktivitäten.

Wie der Geschäftsführer von RWE Powerline, Carsten Knauer, gegenüber CYbiz bestätigte, ist der Ausstieg aus Powerline zum 30. September 2002 geplant. Mangelnde Kapazitäten in zusammenhängenden Frequenzbereichen sowie Probleme mit dem Modem der Firma Ascom seien die Ursache für den Rückzug aus dem Powerline-Geschäft. Powerline-Kunden sollen alternative Internet-Zugänge angeboten werden, so Knauer weiter. Für Schulen, die über den Stromversorger ans Internet angeschlossen seien, werde sich nichts ändern. Zu den bis heute angefallenen Investitionen in die Powerline-Technologie wollte sich Knauer nicht äußern.

RWE Powerline war 2001 als erster deutscher Stromkonzern mit dem Internet via Steckdose in den Städten Essen und Mülheim an den Start gegangen. Damals rechnete RWE bis Ende 2002 mit 120.000 Powerline-Kunden. Wie das Unternehmen einräumt, konnten bis Mai 2002 allerdings erst 2.000 Kunden gewonnen werden. (ST)


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RWE Powerline GmbH
Hollestr. 7b
45127 Essen
Internet: www.rwe-powerline.de