Weil der Winter zu mild war, mussten die Textilhändler ihre warme Kleidung regelrecht verramschen. Wirtschaftlich gesehen ist das nicht gut, wie aktuell Gerry Weber beweist.

Die jüngsten Rabattschlachten im Textilhandel haben Spuren in der Bilanz des Modekonzerns Gerry Weber hinterlassen. Unter dem Strich verringerte sich das Ergebnis des westfälischen Unternehmens im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2014/2015 gegenüber dem Vorjahr um 9,1 Prozent auf 10,5 Millionen Euro, wie Gerry Weber am Montag mitteilte. Auch höhere Abschreibungen aufgrund des Ausbaus der eigenen Ladenketten machten sich hier bemerkbar.

Seinen Umsatz konnte Gerry Weber dagegen trotz des schwierigen Marktumfelds zwischen November 2014 und Januar 2015 um 1,1 Prozent auf 192,4 Millionen Euro steigern. Wachstumstreiber sei dabei erneut das eigene Filialgeschäft gewesen, das ein Umsatzplus von 8,5 Prozent erzielt habe, berichtete das Unternehmen. Das Großhandelsgeschäft ging dagegen um 6,8 Prozent zurück.

In den kommenden Monaten will der Konzern den Ausbau des eigenen Verkaufsgeschäfts weiter vorantreiben. Geplant ist der Markteintritt in Kanada. Außerdem prüft Gerry Weber die Eröffnung eigener Filialen in den USA. Auch die neu erworbene Tochter Hallhuber soll ihr Expansionstempo beschleunigen.