"Alles muss raus" heißt es seit Dienstag bei Strauss Innovation. Die insolvente Kette für Wohnaccessoires räumt die Läden, die keine Zukunft mehr haben.

Der angeschlagene Filialist Strauss Innovation hat am Dienstag in mehreren Filialen mit dem Räumungsverkauf begonnen. In 16 von 17 Läden, die von der Schließung bedroht sind, sei der Sonderverkauf angelaufen, teilte der für die Sanierung zuständige Manager Hans Peter Döhmen mit.

Demnach werden Rabatte von bis zu 30 Prozent auf das aktuelle Sortiment, einschließlich der
Frühjahrskollektion aus Wohnaccessiores, Heimtextilien und Dekorationsartikeln angeboten.

Qualifizierungsgesellschaft für die Mitarbeiter

Ende März hatte das Unternehmen bekanntgegeben, mehr als jede fünfte der insgesamt 96 Filialen schließen und 200 Mitarbeiter entlassen zu wollen. Durch ein zügiges Insolvenzverfahren will man die restlichen 1.200 Arbeitsplätze erhalten. Der größte Teil der Mitarbeiter, die ihren Arbeitsplatz verlieren, soll die Möglichkeit bekommen, für sechs Monate in eine Qualifizierungsgesellschaft zu wechseln.

Am Dienstag hat der Räumungsverkauf in den Geschäften in Aachen, Augsburg, Bad Homburg, Berlin-Neues Kranzlereck, Outlet Berlin-Hellersdorf, Böblingen, Bremen-Vegesack, Darmstadt, Hannover-Ernst-August-Galerie, Karlsruhe, Laatzen, Mannheim, Mönchengladbach-Rheydt, Regensburg, Rosenheim, Viernheim begonnen. In der Filiale in Dresden wird der Räumungsverkauf erst am 12. Mai (Montag) gestartet.