Didier Fleury ist zum Chef von Real aufgestiegen. Das SB-Warenhaus soll effektiver und schlagkräftiger werden, sagt der Chef des Mutterkonzerns Metro.

Metro-Chef Olaf Koch greift bei der SB-Warenhaustochter Real durch und legt die Führung des Unternehmens in eine Hand. Didier Fleury, bisher zuständig für das internationale Geschäft, werde ab sofort in Personalunion auch die Position des Vorsitzenden der Geschäftsführung von Real Deutschland übernehmen, teilte Metro am Freitag in Düsseldorf mit.

Sein Vorgänger Roland Neuwald soll den Vertrieb verantworten. "Wir müssen die Organisation so effektiv und schlagkräftig wie möglich gestalten", begründete Koch den Schritt. Real habe sich in den vergangenen Jahren zwar gut entwickelt, aber die Neuausrichtung müsse beschleunigt werden, um das Unternehmen auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zu bringen.

Nonfood bleibt schwieriges Segment

In der Vergangenheit hatte es immer wieder Gerüchte über einen möglichen Verkauf der Warenhauskette gegeben. Metro weist darauf hin, dass es verschiedene Optionen für das Unternehmen gibt: Verbleib im Metro-Verbund, Teilverkauf oder vollständige Abgabe.

Im vergangenen Jahr war der Umsatz von Real unter anderem durch die Aufgabe von Standorten um gut zwei Prozent auf 11,2 Milliarden Euro geschrumpft, im ersten Halbjahr legte er aber wieder leicht zu. Operativ erwirtschaftete die Metro-Tochter 2011 mit 62.500 Mitarbeitern, darunter 38.800 in Deutschland, einen Gewinn von 134 Millionen Euro. Als schwierig gilt vor allem das Geschäft im Nicht-Lebensmittelbereich.