Dem SB-Warenhaus-Unternehmen Real macht der harte Wettbewerb durch die Discounter zu schaffen. Die Metro-Tochter will 8 von 320 Standorten bis Ende September 2015 aufgeben.

Der SB-Warenhaus-Betreiber Real will bis Ende September 2015 acht seiner rund 310 Filialen in Deutschland schließen. Betroffen seien unprofitable Standorte in den Städten Brandenburg, Celle, Eisenhüttenstadt, Nettetal, Niederau-Meißen, Pfungstadt, Reutlingen und Rohrbach, teilte die Metro-Tochter am Donnerstag mit.

Real befinde sich in einem "umfassenden Modernisierungsprozess", um das Unternehmen "nachhaltig wieder auf einen anhaltenden Erfolgskurs zu bringen", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Neben den Standortschließungen gehörten dazu auch der Umbau von 30 Real-Märkten nach einem neuen Konzept, das seit Oktober 2013 erfolgreich in Essen getestet werde.

Real leidet unter dem hartem Wettbewerb

Die Metro-Tochter kämpft seit einiger Zeit mit Umsatzrückgängen. Allein im Weihnachtsquartal schrumpften die Erlöse gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,2 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Als Grund nennt Metro den harten Wettbewerb, vor allem vonseiten der Discounter.

Neben den 310 SB-Warenhäusern und zwei "Drive-In"-Märkten in Deutschland betreibt Real zwölf Standorte in der Türkei. Im Rumpfgeschäftsjahr 2013 (01. Januar bis 30. September 2013) erzielte das Unternehmen mit rund 40.000 Mitarbeitern einen Netto-Umsatz von rund 7,3 Milliarden Euro.

Von den jetzt angekündigten Standortschließungen sind 650 Mitarbeiter betroffen. Der Geschäftsbetrieb soll bis zum Schließungstermin Ende September 2015 weiterlaufen.