Die Rewe-Tochter Penny verliert in diesem Jahr mächtig an Boden. Jetzt reagiert der Konzern und trennt sich vom Chef des Discounters.

Die Rewe Group trennt sich vom Chef ihrer Discounttochter Penny, Armin Rehberg. Das teilte Rewe am Donnerstag in Köln mit. Rehberg habe "wegen unterschiedlicher Auffassungen bezüglich der weiteren strategischen Ausrichtung von Penny, insbesondere in Deutschland" um sein Ausscheiden aus dem Rewe-Vorstand gebeten. Der Aufsichtsrat habe dem zugestimmt.

Rewe-Vorstandsmitglied Manfred Esser werde nun zusätzlich das Geschäftsfeld Discount übernehmen. Rewe-Chef Alain Caparros hatte den 44 Jahre alten Rehberg erst vor zwei Jahren vom Lebensmitteldiscounter Norma geholt. Zuletzt galt das Verhältnis zwischen den beiden aber als angespannt.  Rewe-Chef Alain Caparros hatte Rehberg erst vor zwei Jahren vom Lebensmitteldiscounter Norma geholt. Zuletzt galt das Verhältnis zwischen den beiden aber als angespannt.

Dickes Minus

So hatte Caparros kürzlich in einem Interview der "Wirtschaftswoche" gesagt: "In Deutschland ist Penny die Nummer vier im Markt. Das ist zwar ein undankbarer Platz, aber es kann trotzdem nicht sein, dass sich Penny so schwertut." Der Discounter brauche vor allem ein schärferes Profil. Nach Angaben aus Konzernkreisen hat sich der Umsatz nicht erwartungsgemäß entwickelt.

Rehbergs Vertrag war bis zum Jahr 2013 datiert.

Laut "Süddeutscher Zeitung" soll Penny seit Anfang des Jahres flächenbereinigt rund fünf Prozent des Umsatzes eingebüßt haben. Im Ausland sollen die Discountgeschäfte von Rewe sogar noch schlechter laufen, von einem zweistelligen Minus ist die Rede. Operativ verdiene Penny gerade noch Geld, schreibt das Blatt und beruft sich dabei auf Konzernkreise.

Der Lebensmitteleinzelhandel ist seit geraumer Zeit geprägt von einem harten Preiskampf. Penny hatte erst Anfang dieser Woche die Preise für 30 Produkte gesenkt und damit auf neuerliche Nachlässe von Discounterprimus Aldi reagiert.