Das Potenzial reiseinteressierter Internet-Nutzer befindet sich auf einem bemerkenswert hohen Niveau. Eine aktuelle Studie von Fittkau & Maaß deckt jedoch auf, dass die Nutzungsintensität von Reise-Websites nicht mit der wachsenden Nutzerschaft Schritt halten kann.

Das Potenzial reiseinteressierter Internet-Nutzer befindet sich im deutschsprachigen Markt auf einem bemerkenswert hohen Niveau: Die Hälfte aller deutschsprachigen Internet-Anwender (49,9%) nennt "Reisen/Urlaub" als persönliches Interessengebiet - nach "Computer", "Musik", "Freunde" und "Lesen" liegt das Hobby "Reisen" damit auf Platz fünf der Interessengebiete der Internet-Nutzer. Dies ist eines der Kernergebnisse der aktuelle Studie "W3B-Report: Reisen im Internet" von Fittkau & Maaß.

Die Studie deckt jedoch auf, dass die Nutzungsintensität von Websites aus dem Reisebereich - trotz dieser positiven Bilanz - nicht mit der wachsenden Nutzerschaft Schritt halten kann: Der Anteil der regelmäßigen Besucher von Websites zum Thema Reisen stagniert in der Gesamtnutzerschaft seit dem Frühjahr 2000 - der Anteil der regelmäßigen Besucher von Online-Flug- und Fahrplänen ist sogar deutlich rückläufig.

Diese Tendenz spiegelt sich auch bei den W3B-Umfrageergebnissen zu "Online-Kauf-Wunsch und -Wirklichkeit" wider: So ist das Interesse der Internet- Gesamtnutzerschaft am Internet-Einkauf von Reisen rückläufig. Wollten im Frühjahr 2000 noch 45,5% der Nutzer das Internet für Reisebuchungen einsetzen, so sind es mittlerweile nur noch gut ein Drittel der Internet-Anwender (36,6%).

Positiver stellt sich dagegen der Trend in der Gruppe der bereits aktiven Online-Einkäufer dar: In dieser Zielgruppe steigen sowohl das Interesse an Online-Buchungen von Reiseprodukten als auch die tatsächlich getätigten Buchungen stetig.

Auch in Zukunft werden Online-Reiseanbieter nach Ansicht der Studienherausgeber somit vor der Herausforderung stehen, das gewohnheitsgeprägte Kaufverhalten ihrer potenziellen Kunden nachhaltig zu beeinflussen und zu verändern - und sie für die Reisebuchung via Internet zu begeistern.

Der am häufigsten genannte Grund, weshalb das Internet bislang nicht für Reise-Buchungen eingesetzt wurde, ist laut Studie, dass es den Nutzern bislang noch nicht gelungen ist, ein passendes, attraktives Reiseangebot im Internet ausfindig zu machen. Zudem fehlt vielen die persönliche Beratung. Aber auch Sicherheitsprobleme (Sicherheit von Zahlungsverkehr und persönlichen Daten, Verbindlichkeit der getätigten Online-Buchung) werden im Bereich Reisen besonders oft genannt.

Die 13. Befragungswelle der Internet-Benutzer-Analyse W3B fand im Oktober und November 2001 statt. Innerhalb des fünfwöchigen Erhebungszeitraumes wurden 96.611 deutschsprachige Internet-Nutzer befragt. (ST)


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