Alain Caparros, Vorstandsvorsitzender der Rewe Group, fordert ein Bündnis des Handels gegen die Erhöhung der EEG-Umlage. Denn sie könne Einzelhändler in ihrer Existenz bedrohen.

"Ich werde mich zu Beginn der kommenden Woche mit möglichst vielen Einzelhandelsunternehmen direkt in Verbindung setzen, damit wir in Deutschland gegenüber der Bundesregierung die Initiative ergreifen", erklärte Caparros kampfeslustig.

"Für Kaufleute und Handelsunternehmen in unserer energieintensiven Branche führt die Erhöhung der EEG-Umlage zu unerträglichen Belastungen", so Caparros. Nach eigenen Berechnungen führt die geplante Erhöhung der EEG-Umlage allein bei der Rewe im kommenden Jahr zu Mehrausgaben von rund 50 Millionen Euro.

Bei den selbstständigen Kaufleuten des genossenschaftlichen Verbunds würden die steigenden Energiekosten in einem Markt mit etwa 1.500 Quadratmetern allein 2013 mit Beträgen bis deutlich über 10.000 Euro zu Buche schlagen.

Existenzbedrohung für Selbstständige

"Das ist eine Entwicklung, die für selbstständige Kaufleute existenzgefährdend sein kann“, so Caparros. Maßnahmen zur Energieeinsparung können den Anstieg der Energiepreise nicht ausgleichen, betonte der Rewe-Chef.

Der Einzelhandel werde durch die Energiepreiserhöhung doppelt getroffen, sagt er: "Einerseits kommen steigende Strompreise direkt auf uns zu. Andererseits wird unseren Kunden Kaufkraft entzogen, denn auch die privaten Haushalte werden mit steigenden Strompreisen durch die EEG-Umlage konfrontiert".

"Wir als Händler müssen unverzüglich direkt mit der Bundesregierung sprechen, um die bedrohliche Entwicklung zu erklären und für eine Änderung der EEG-Umlagenerhöhung zu sorgen", forderte Caparros.