Der Online-Lebensmittelhandel in Deutschland ist noch ein kleiner Markt. Doch das könnte sich bald ändern. Und deswegen will die Rewe hier den Anschluss nicht verlieren.

In den deutschen Onlinehandel mit Lebensmitteln kommt weiter Schwung: Rewe erweitert den Lieferservice. Ab dem 22. April können sich auch Kunden in Bremen ihre Einkäufe nach Hause bringen lassen. Bis zu 21 Tagen kann der Kunde online im Voraus ordern und seine Bestellungen bis zur Kommissionierung nochmals ändern, teilt das Unternehmen mit. Die erste Bestellung ist laut Rewe bereits ab dem 16. April möglich - und gebührenfrei. Die erste Auslieferung erfolgt freilich erst am 22. April.

Bezahlt werden kann per Kreditkarte oder Paypal. Der Endbetrag, der zur Bestellung durch Coupons, Vorteilskarten oder Pfandrückgabe abweichen kann, wird erst nach Abschluss der Zustellung vom Konto des Kunden eingezogen. Der Kunde bestätigt dies durch seine elektronische Unterschrift beim Fahrer. Außerdem gibt es auf Wunsch auch Packback-Punkte entsprechend des Einkaufs, teilt Rewe mit.

Aktiv in Ballungsräumen

Der Lieferservice wird ab einem 40-Euro-Einkauf angeboten, die Liefergebühr beträgt 5 Euro. Ab einem Bestellwert von 150 Euro beträgt die Liefergebühr nur noch 2 Euro. Wer die Services erstmalig nutzt, für den entfallen die Gebühren. Neben Bremen wird der Bringdienst auch in Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln, Frankfurt am Main, Ludwigshafen, Mannheim, Stuttgart, Ludwigsburg, Heidelberg, Nürnberg und München angeboten

"Im europäischen Vergleich hat der deutsche Online-Lebensmittelhandel noch Nachholbedarf. Das Potenzial, mit diesem Konzept Kundenbedürfnisse gerade in Ballungsgebieten zu befriedigen, ist hoch." sagte Lionel Souque, im Vorstand der Rewe Group für die Rewe Märkte in Deutschland verantwortlich.