Der Rewe-Konzern hat im vergangenen Jahr erstmals einen Umsatz von mehr als 50 Milliarden Euro erzielt. Nur an den Reisenden verdienten die Kölner deutlich weniger. 

Im Vergleich zu 2008 stieg der Umsatz der Handelsgruppe im vergangenen Jahr um 2,7 Prozent auf 50,9 Milliarden Euro. Auf Konzernebene - also ohne die angeschlossenen selbstständigen Händler und Beteiligungen - wuchs der Umsatz um 4,8 Prozent auf 37,4 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen am heutigen Mittwoch mit. 

Das Konzern-Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwert-Abschreibungen (Ebita) werde demnach über dem Vorjahreswert von 708 Millionen Euro liegen. Die genaue Zahl soll bei der Bilanzpressekonferenz im Juni bekanntgegeben werden.

Sorgenkind Tourismus

Das Supermarkt-Geschäft wuchs in Deutschland auf 13,6 Milliarden Euro (plus 5,9 Prozent) und im Ausland auf rund 9 Milliarden Euro (plus sechs Prozent). Auch die Discounttochter Penny und die Fachmärkte - dazu gehören die toom-Baumärkte und die Elektronikkette ProMarkt - legten zu. "Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung", sagte Rewe-Vorstandschef Alain Caparros.

Dagegen verzeichnete die Touristik-Sparte einen Umsatzrückgang auf
4,2 Milliarden Euro (minus 3,4 Prozent). Zwar erreichte die Pauschaltouristik mit den Marken ITS, Jahn Reisen und Tjaereborg Zuwächse, jedoch ging der Vertrieb von Geschäftsreisen mit einem Minus von zehn Prozent deutlich zurück. Insgesamt beschäftigt Rewe rund 326.000 Menschen (plus zwei Prozent), davon 219.000 in Deutschland.