Wenn der Vertrag eines Vorstandschef vorzeitig verlängert wird, dann spricht das für die Arbeit des Managers. Alain Caparros soll die Rewe auf die modernen Handelszeiten vorbereiten.

Rewe-Chef Alain Caparros soll die Geschicke des zweitgrößten deutschen Lebensmittelhändlers bis Ende 2018 bestimmen. Der Aufsichtsrat des Konzerns verlängerte den Vertrag des Managers vorzeitig um zwei Jahre bis zum 31. Dezember 2018, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Eigentlich wäre der Vertrag von Caparros Ende 2016 ausgelaufen.

Rewe-Aufsichtsratschef Heinz-Bert Zander betonte, die Vertragsverlängerung solle in den nächsten fünf Jahren für Kontinuität bei der Erneuerung des Unternehmens sorgen. Zu den strategischen Zukunftsaufgaben gehöre etwa die Etablierung neuer Geschäftsmodelle im stationären und digitalen Handel sowie die grundlegende Modernisierung der Vertriebsnetze.

Selbstständige Kaufleute sollen gestärkt werden

Auch wenn im Jahr 2016 der Turnaround bei der Discountertochter Penny in Deutschland geschafft sein werde, "hat unser Unternehmen weiterhin eine höchst anspruchsvolle Agenda des Wandels und der Erneuerung, die maßgeblich von Alain Caparros mitbestimmt wurde", sagte Zander weiter. Dazu zählten unter anderem die weitere Stärkung des Geschäfts der mittelständischen selbstständigen Kaufleute im Strukturprojekt "REWEformer 2.0" sowie die grundlegende Modernisierung der nationalen und internationalen Vertriebsnetze.

Die genossenschaftlich organisierte Rewe Group erzielte 2012 einen Gesamtaußenumsatz von rund 50 Milliarden Euro. Der Konzern beschäftigt 328.000 Menschen und betreibt 15.500 Märkte in 13 europäischen Ländern präsent. In Deutschland erwirtschafteten im Jahr 2012 rund 226.000 Mitarbeiter in rund 11.000 Märkten einen Umsatz von 36 Milliarden Euro.