Eine weitere Arcandor-Tochter ist vom Markt: Die zur Rewe gehörende Fachmarktkette ProMarkt übernimmt den Internet-Elektronikhändler myby.de

Die zur Kölner Rewe Group gehörende Unterhaltungselektronikkette ProMarkt hat die insolvente myby GmbH & Co. KG gekauft, die mehrheitlich zum Arcandor-Konzern gehörte. Die Übernahme durch ProMarkt steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Bundeskartellamt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Sämtliche Mitarbeiter der Düsseldorfer myby GmbH & Co. KG werden von ProMarkt übernommen, meldet Rewe.

"Mit myby.de ergänzen wir unsere stationären Fachmärkte mit einem leistungsstarken E-Commerce-Shop, der unserem Geschäft wichtige neue Impulse geben wird. Das ist für die Entwicklung von ProMarkt von strategischer Bedeutung", ist Jan Kunath, Leiter der Strategischen Geschäftseinheiten B2B und Fachmärkte der Rewe Group, überzeugt.

Positionierung im Onlinehandel

Für Matthias von Puttkamer, Vorsitzender der ProMarkt-Geschäftsführung, stellt die Übernahme von myby eine "ideale Ergänzung" dar: "Mit myby erhalten wir einen neuen Vertriebskanal, mit dem wir uns sehr gut im deutschen Online-Fachhandel positionieren können."

Daniel Boldin wiederum, Vorsitzender der Geschäftsführung von myby ist erleichtert über die Weiterführung des Unternehmens. "Wir sind froh, mit Rewe einen neuen Eigentümer gefunden zu haben, der unserem Geschäft und den Mitarbeitern eine verlässliche Perspektive gibt."

Bereits vor wenigen Wochen hatte Rewe zehn ProMarkt-Standorte von der Berliner ProMarkt Handels GmbH übernommen. Die Filialen in Eberswalde, Halberstadt, Cottbus I und II, Bobbau/Wolfen, Bremen, Fulda, Waghäusl, Potsdam und Rendsburg haben insgesamt 200 Mitarbeiter. Sieben der zehn Märkte wurden bereits auf das ProMarkt-Konzept "Discount plus Service" umgestellt und neueröffnet, meldet die Rewe-Tochter. Die übrigen drei Märkte werden im ersten Quartal 2010 umgestellt.

ProMarkt hat bundesweit 69 Standorte. 2008 erzielte das Unternehmen ein Umsatzplus von knapp sechs Prozent auf rund 540 Millionen Euro.