Vor allem der Bereich "Vollsortiment national" hat dafür gesorgt, dass die Rewe-Bilanz für 2010 gut aussieht. Die Supermärkte haben einen Rekordumsatz aufgestellt. Weiter schlecht läuft es dagegen bei der Discounttochter Penny.

Der Handelskonzern Rewe hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr weiter erhöht. Der Erlös stieg im Vergleich zu 2009 um 3,5 Prozent auf 39 Milliarden Euro (ohne selbstständigen Einzelhandel und At-Equity-Beteiligungen), wie die das Unernehmen am Freitag in Köln mitteilte. Die Supermärkte der Handelsgruppe hätten sich deutlich über dem Branchendurchschnitt entwickelt, während der Discounter Penny in Deutschland hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei, sagte der Rewe-Vorstandsvorsitzende Alain Caparros.

Penny verlor in Deutschland 1,2 Prozent Umsatz und erlöste 6,9 Milliarden Euro. Im Ausland wuchs der Discounter um 3,5 Prozent, wobei Rumänien (plus 4,3 Prozent) und Tschechien (plus 3,8 Prozent) eine überdurchschnittliche Entwicklung aufweisen. Der Penny-Gesamtumsatz im In- und Ausland bewegte sich mit 10,3 Milliarden Euro (plus 0,3 Prozent) etwa auf Vorjahresniveau.

Wachsen mit mehr Fläche und besserer Strategie

Der Gesamtumsatz der Rewe-Gruppe einschließlich der selbstständigen Händler und Beteiligungen kletterte auf rund 53 Milliarden Euro (plus 4 Prozent). Gewinner der Bilanz ist das Vollsortiment national (Rewe, Toom Verbrauchermarkt), das einen Umsatz von 14,5 Milliarden Euro erreichte. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 6,4 Prozent und laut Rewe damit ein Rekordwert in der mehr als 80-jährigen Unternehmensgeschichte.

Maßgeblich zum Erfolg beigetragen hätten das starke Wachstum auf bestehender Fläche dank strategischer und konzeptioneller Weiterentwicklungen - darüber hinaus die Akquisitionen von Märkten von Sky, Delhaize und Tengelmann.

Das Geschäftsfeld Vollsortiment international (Billa, Merkur, Bipa, Adeg) in Österreich, Italien sowie in Osteuropa erzielte einen Umsatz von neun Milliarden Euro (2009: 8,9 Milliarden, das entspricht einem Plus von 1,2 Prozent.

Detaillierte Zahlen gibt es im Mai

Bei Toom Baumarkt stieg der Umsatz um 3,9 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro (2009: 1,8 Milliarden). Durch die Integration der ehemaligen Wegert-Elektromärkte und den Einstieg in das Online-Geschäft verzeichnete ProMarkt laut Rewe einen Umsatzsprung von 11,4 Prozent auf 613 Millionen Euro (2009: 550 Millionen Euro). Der Umsatz des Geschäftsfeld Fachmarkt national belief sich 2010 auf 2,5 Milliarden Euro plus 5,6 Prozent).

Am 24. Mai stellt Rewe auf der Bilanzpressekonferenz in Köln detaillierte Zahlen vor.