Die Rewe Group sieht keine profitable Zukunft mehr für ihre Unterhaltungselektronik-Tochter. Deshalb sucht der Handelskonzern einen Käufer für ProMarkt. 

Die Geschäftsführung von ProMarkt wird den Verkauf ihrer Unterhaltungselektronik-Filialen prüfen. Der Vorstand der Rewe Group hat einen entsprechenden Prüfauftrag zur Trennung von der Unterhaltungselektronik-Sparte des Kölner Einzelhandels- und Touristikunternehmens beschlossen. Dies teilte Rewe-Group-Vorstand Frank Wiemer am heutigen Mittwoch in Köln mit.

"Angesichts der enormen Verschärfung des Wettbewerbs im deutschen Unterhaltungselektronik-Markt und insbesondere vor dem Hintergrund der dramatischen Verschiebung von Umsatzanteilen vom stationären Handel zum Onlinegeschäft in diesem Segment müssen wir den Verkauf von ProMarkt in Betracht ziehen", so Wiemer. "Perspektiven für eine profitable Zukunft des stationären Geschäfts von ProMarkt sind derzeit auch mittelfristig nicht gegeben. Denn mit einem Marktanteil von zuletzt 1,4 Prozent am Unterhaltungselektronik-Gesamtmarkt in Deutschland fehlen die Voraussetzungen für eine Restrukturierung von ProMarkt aus eigener Kraft."

Zum Zeitplan der Prüfung macht das Unternehmen keine Angaben. Bei der Prüfung von Verkaufsmöglichkeiten soll insbesondere die Übernahme der Mitarbeiter von zu veräußernden Filialen durch potenzielle Käufer angestrebt werden. Der Umsatz der Kette ging 2012 um 15,5 Prozent zurück. Von 68 Läden wurden 13 geschlossen.
Rewe soll Branchenberichten zufolge schon mehrfach versucht haben, ProMarkt ganz oder in Teilen zu verkaufen.