Wie steht es um die Kundenbindung im deutschen Mobilfunkmarkt? Wie TNS Emnid herausfand, denken immerhin 51% aller befragten Mobilfunknutzer zumindest darüber nach, ob sie bei ihrem bisherigen Anbieter bleiben wollen.

Wie steht es um die Kundenbindung im deutschen Mobilfunkmarkt, wenn Neukundenpotenziale geringer und die Pflege profitabler Bestandskunden immer wichtiger werden? Wie TNS Emnid herausfand, denken immerhin 51% aller befragten Mobilfunknutzer zumindest darüber nach, ob sie bei ihrem bisherigen Anbieter bleiben wollen. 15% planen, zum nächstmöglichen Zeitpunkt den Anbieter zu wechseln.

Immerhin geben 44% der Befragten an, mit ihrem Mobilfunkanbieter zufrieden zu sein. Eine Mehrheit von 54% fühlt sich allerdings mit den Kundenservices ihres Anbieters lediglich zufriedengestellt. 5% zählen sich sogar zu den enttäuschten Kunden.

"Die Zeiten, in denen lediglich zufriedene Mobilfunkkunden zählten, sind vorbei. Dabei werden die Aufgabenstellungen für das Marketing der Mobilfunkanbieter keinesfalls einfacher. Im Gegenteil. Neben dem reinen Gewinnungsmarketing stellt sich nun die Aufgabe des Haltemarketings, sprich der Kundenbindung. Kundenbindung heißt hier vor allem, eine emotionale Beziehung des Mobilfunkkunden an die Marke aufzubauen und zu intensivieren," sagt Jens Krause, Director Kundenzufriedenheitsforschung bei TNS Emnid.

Beim Vergleich der Wettbewerber untereinander übersteigt der Anteil der sicheren Kunden den Anteil der gefährdeten Kunden nur bei VIAG Interkom und T-D1. Den größten Anteil sicherer Kunden teilen sich die vier Netzbetreiber T-D1, D2 Vodafone, E-plus und VIAG Interkom untereinander auf. T-D1 und D2 Vodafone haben nicht nur die höchste Bindung aller Mobilfunkanbieter im deutschen Markt, sondern weisen darüber hinaus ein nahezu identisches Wachstumspotenzial auf. Das geringste Gewinnungspotential unter den betrachteten Mobilfunkanbietern weisen die reinen Serviceprovider Mobilcom und debitel auf. Wichtigster Grund für das geringe Gewinnungspotential ist die mangelnde Bekanntheit der beiden Serviceprovider im Vergleich zu den Netzanbietern. Die Netzbetreiber sind einem überwiegenden Anteil der deutschen Mobilfunknutzer ab 14 Jahren bekannt. Bei gestützter Erinnerung erreichen T-D1 und D2 Vodafone jeweils 97%, E-plus 96% und VIAG Interkom 88%. Deutlich geringer fällt dagegen die Bekanntheit der Serviceprovider aus.

"Die Situation im deutschen Mobilfunk ist sowohl durch Chancen, als auch durch Risiken gekennzeichnet, dies gilt für alle Anbieter im Markt. Nicht nur ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, sondern ein ebenso guter, kundenorientierter Service, sind dabei der Schlüssel für ein erfolgreiches Halte- und Gewinnungsmarketing", kommentiert Krause. (ST)


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