Die Entwicklung einer IT-Strategie und der zugehörigen Architektur enthält, wie jede Aktivität, die einen geschäftlichen Mehrwert erbringt, neben Chancen auch Herausforderungen und potenzielle Risiken.

Die Entwicklung einer IT-Strategie und der zugehörigen Architektur enthält, wie jede Aktivität, die einen geschäftlichen Mehrwert erbringt, neben Chancen auch Herausforderungen und potenzielle Risiken. Werden diese Risiken nicht frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt, entstehen zwangsläufig Probleme, die den Erfolg des gesamten Vorhabens gefährden können. Basierend auf diesen Feststellungen fasst die Meta Group diese Fehleinschätzungen in einer aktuellen Pressemeldung in den folgenden fünf Risikokategorien zusammenfassen.

Risiko Nr. 1: Fehlende Business-Vision
Die Business-Vision ist der wesentliche Ausgangspunkt für die Ableitung der IT-Strategie und der darauf aufbauenden unternehmensweiten Architektur. Ohne die grundlegenden Parameter einer von der Unternehmensführung gemeinsam entwickelten und verabschiedeten Business-Vision besteht die Gefahr, dass eine IT-Strategie definiert wird, die nur wenig Bezug zu den eigentlichen Anforderungen des Unternehmens und seiner einzelnen Geschäftsbereiche aufweist.

Risiko Nr. 2: Kein gemeinsames Verständnis über die Rolle von IT
Solange die Unternehmensführung kein einheitliches Bild von der IT-Organisation hat bzw. diese nur als reinen Kostenfaktor ansieht und nicht deren strategisches Potenzial erkennt, werden alle Ansätze zur Definition einer unternehmensweiten IT-Strategie und Architektur scheitern. Erst wenn die IT-Organisation sich in der Rolle eines "Business-Enablers" etabliert hat und der Mehrwert für die Geschäftstätigkeit erkannt wurde, kann ein Architekturmanagement erfolgreich implementiert werden.

Risiko Nr. 3: Keine systematische Vorgehensweise
Ohne den Einsatz einer methodischen Vorgehensweise ist die Entwicklung einer IT-Strategie und der darauf aufbauenden Architektur mit erheblichen Risiken verbunden. So können durch fehlende oder unzureichende Abstimmungsprozesse Inkonsistenzen zwischen den einzelnen Domänen (HW-Plattform, Netzwerk, Datenbank etc.) der Architektur auftreten. Weiterhin kann die mangelnde Transparenz dazu führen, dass Entscheidungsprozesse später nicht mehr nachvollziehbar sind. Um eine logisch konsistente, flexible und adaptierbare Architektur zu entwickeln, sollte ein systematischer, strukturierter Ansatz gewählt werden.

Risiko Nr. 4: IT-Architektur vs. Produktstandards
Produktstandards wie die Festlegung auf einen bestimmten Typ eines Servers oder eine Datenbank gehören zu den Ergebnissen der Definition einer IT-Strategie und der zugehörigen Architektur, sie sollten keinesfalls den Ausgangspunkt bilden. Ein Ansatz, der bloße Produktstandards zur unternehmensweiten IT-Strategie oder Architektur erhebt, wird den geschäftlichen Anforderungen des Unternehmens nicht gerecht werden. Vielmehr enthält eine IT-Architektur eine Reihe elementarer Prinzipien, die den Rahmen für das Design, die Auswahl, die Entwicklung, die Implementierung, die Wartung und das Management der Infrastruktur und der Anwendungen bilden.

Risiko Nr. 5: Das "Projekt" IT-Strategie
Wenn ein Unternehmen zum ersten Mal einen strukturierten Ansatz wählt, um eine IT-Strategie und eine zugehörige Architektur zu entwickeln, so erfolgt dies oft in Form eines Projekts. Dennoch darf dies kein einmaliger Vorgang sein. Vielmehr handelt es sich hierbei um einen iterativen Prozess, der in bestimmten Zeitabständen die Veränderungen seiner Ausgangsparameter in entsprechende Architekturmaßnahmen umsetzt. Diese Ausgangsparameter bestehen aus der Unternehmensstrategie, dem Stellenwert und den Einsatzschwerpunkten der IT sowie den Branchen- und Technologietrends.

Eine auf der Business-Vision basierende IT-Strategie und die daraus abgeleitete Architektur bilden im zunehmenden Wettbewerb die Grundvoraussetzung für den unternehmerischen Erfolg, so die Schlussfolgerung von Meta Group. Nur durch ein sorgfältiges Risikomanagement könne ein Unternehmen in Zukunft diese fundamentalen Herausforderungen des Business-/IT-Alignments meistern. (ST)


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