Noch in diesem Jahr will Rocket Internet in Frankfurt an die Börse. Zum Börsengang bemüht sich Rocket reichlich um vertrauensbildende Maßnahmen.

Zum Börsengang wollen die Altinvestoren nämlich ihre Anteile behalten. Es handelt sich also um eine Kapitalerhöhung.

Global Founders, Investment-Plattform der Samwer-Brüder, Kinnevik, Access Industries, Philippine Long Distance Telephone Company, United Internet und Holtzbrinck Ventures versprechen zudem, ihre Anteile mindestens 12 Monate nicht zu verkaufen. Die neuen Anteile sollen außerdem mit den gleichen Rechten versehen sein, wie die bestehenden Wetteinsätze.

IPO soll 750 Millionen Euro bringen

750 Millionen Euro sollen beim Börsengang für die weitere Expansion hereinkommen. Angesichts einer Bewertung von rund fünf Milliarden Euro dürften damit rund 15 % des Online-Giganten gehandelt werden. Berenberg, J.P. Morgan und Morgan Stanley begleiten den Börsengang als Joint Global Coordinators und fungieren gemeinsam mit BofA Merrill Lynch, Citigroup und UBS Investment Bank als Joint Bookrunners.

Die Aktien sollen zunächst im ungeregelten Entry Standard der Frankfurter Börse gehandelt werden. Die Transparenzforderungen sind dort niedriger als beispielsweise im Prime Standard mit dem Zalando gehandelt wird. Das spricht dafür, dass Rocket Internet vor allem auf professionelle Investoren zielt. Allerdings peilt Rocket Internet innerhalb der kommenden zwei Jahre den Wechsel in den strengeren General oder Prime Standard an.

Details des Börsengangs schildert eine IPO-Website von Rocket Internet

Interessant ist auch das Factsheet in dem Rocket Kennzahlen seiner internationalen Satelliten und Stars zusammenfasst.
Worauf Rocket Internet stolz ist (Grafik: Rocket Internet)
Worauf Rocket Internet stolz ist (Grafik: Rocket Internet)


Die Beteiligungen bei Rocket Internet derzeit:


Global Founders Fund (52,3 %)
Investment AB Kinnevik (18,1 %)
United Internet (10,4 %)
Philippine Long Distance Telephone Company (8,4 %)
Access Industries (8,3 %)