Gute Nachrichten für die Händler: Die Konjunktur in Deutschland dürfte auch 2016 rund laufen, schätzt die Förderbank.

Im aktuellen Jahr legte das Wirtschaftswachstum um 1,7 Prozent zu. Für 2016 geht die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) von einem Plus von 2,0 Prozent aus. Damit bestätigt die Förderbank ihre Prognose vom Sommer.

Getrieben werde das Wachstum von der anhaltend dynamischen Binnennachfrage, besonders vom Konsum: "Der private und der staatliche Konsum bleiben weiter im Höhenflug", sagte Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. "Ich sehe für 2016 endlich die Wende bei den seit 2011 schwächelnden Staatsinvestitionen", dies sei eine weitere Stütze für das Wachstum.

Beste Voraussetzungen für steigende Einzelhandelsumsätze

Der Rückgang der Erwerbslosigkeit, deutliche Lohn- und Gehaltssteigerungen, und die niedrigen Energiepreise, die wiederum zu einer niedrigen Inflationsrate führen, lässt die Kaufkraft der Deutschen real ansteigen. Der Anreiz zum Sparen hingegen bleibt aufgrund der anhaltend niedrigen Zinsen gering. Für den Handel sind das beste Voraussetzungen für steigende Umsätze im Jahr 2016.

Zusätzlich positives Potenzial sieht die KfW auch in der aktuellen Asylzuwanderung, die perspektivisch den Arbeitsmarkt bereichern könnte.

Risiken für Aufschwung kommen vor allem von außen

Auch die Unternehmensinvestitionen dürften sich laut der Bankengruppe 2016 erholen. Die Analysten der KfW gehen davon aus, dass sich die Konjunktur in den Schwellenländern verbessert und die Erholung in Europa fortsetzen wird. Das führt zu einer steigenden Kapazitätsauslastung der Firmen.

"Erfreulich ist, dass das Wachstum auf einer breiten regionalen Basis steht. Neben Deutschland werden auch Frankreich, Italien und Spanien wieder mehr produzieren“, sagte Zeuner. Er warnt jedoch: "Die Folgen der langjährigen Schwächephase sind aber keineswegs überwunden". Man müsse die immer noch hohe Arbeitslosigkeit in diesen Ländern weiter einzudämmen versuchen.

Risiken für den Aufschwung hierzulande kämen überwiegend von außen, darunter fallen laut Zeuner mögliche politische Kontroversen in Europa wegen des Flüchtlingszustroms, der drohende Austritt Großbritanniens aus der EU, mögliche neue Terroranschläge, aber auch eine zu schnelle Zinsstraffung in den USA oder Preisturbulenzen bei den Rohstoffen.