Rossmann hat im vergangenen Jahr Umsatz und Ertrag deutlich gesteigert. 2010 will die Drogeriekette konzernweit über hundert neue Läden eröffnen.

Im ersten Quartal des Jahres sei der Umsatz der Gruppe um 16,5 Prozent auf über eine Milliarde Euro gestiegen, sagte Geschäftsführer Roland Frobel bei der Bilanzpressekonferenz am Dienstag in Großburgwedel. In Deutschland setzte Rossmann von Januar bis März knapp 791 Millionen Euro um, ein Plus auf bestehender Fläche von 7,8 Prozent.

Für 2010 erwartet Rossmann einen Gesamtumsatz von 4,5 Milliarden Euro. "Rossmann wird immer attraktiver und wir merken das am Zuspruch der Kunden", sagte Unternehmenschef Dirk Roßmann. In den neuen Filialen sollen insgesamt rund 1.000 neue Beschäftigte einen Job finden, 2009 hatte Rossmann 700 Jobs zusätzlich geschaffen.

Konzernweit arbeiteten 27.500 Mitarbeiter für Rossmann, davon 19.252 in Deutschland. Umgerechnet in Vollzeit waren das 12.096 Stellen.

Neue Filialen im In- und Ausland

Das Jahr 2009 hatte das Unternehmen mit einer Steigerung des Gruppenumsatzes um sieben Prozent auf 4,1 Milliarden Euro abgeschlossen. Zum Gewinn macht Rossmann keine konkreten Angaben.

Prozentual habe Rossmann mit einem Vorsteuergewinn (Ebit) von über drei Prozent vom Nettoumsatz in Deutschland aber sein bisher bestes Ergebnis einfahren können. Roßmann hob hervor, dass der Gewinn vor allem für weitere Investitionen notwendig sei. Neben neuen Filialen seien das auch Umbauten, Erweiterungen und Renovierungen. "Es ist wichtig, modern zu bleiben."

Die Drogeriemarktkette, die in Deutschland nach Schlecker und dm mit 22 Prozent Marktanteil den dritten Platz belegt, betreibt insgesamt 2.300 Filialen. In Deutschland sind es 1.550 Märkte.

Im Ausland ist Rossmann vor allem in Osteuropa aktiv - in Polen, Ungarn, Tschechien und Albanien. Neu hinzukommen soll in diesem Jahr die Türkei. In Ankara sollen in Kürze ein oder zwei Rossmann-Märkte eröffnet werden.

dpa