Die Drogeriemarktkette Rossmann legt stärker zu als sie selbst erwartet hat. In Deutschland steigt der Umsatz, noch deutlicher ist das Plus allerdings im Ausland. Rossmann plant über 200 neue Filialen.

Die Drogeriemarktkette Rossmann hat im vergangenen Jahr ein höheres Wachstumstempo erreicht als ursprünglich angenommen. Der Umsatz stieg um 9,4 Prozent auf rund 7,9 Milliarden Euro, wie das Unternehmen in Burgwedel bei Hannover mitteilte. Noch im Frühling hatte Rossmann mit "gut 8 Prozent" gerechnet. In die jetzt veröffentlichten Umsatzzahlen sind neue Läden eingerechnet. Die Kette hatte ihr Filialnetz auch 2015 stark erweitert.

Wie zuletzt legte der Konzern im Ausland stärker zu als im Inland. In Deutschland erzielten 1991 Märkte ein Umsatzplus von 7,7 Prozent auf 5,75 Milliarden Euro. Die Auslandsgesellschaften in Polen, Ungarn, Tschechien, der Türkei und Albanien steigerten den Umsatz fast doppelt so stark, sie legten um 14,1 Prozent auf 2,11 Milliarden Euro zu.

Expansion geht weiter

Das von Dirk Roßmann 1972 gegründete Unternehmen zählt nunmehr 3.466 Märkte und beschäftigt 47.400 Mitarbeiter - davon 29.000 in Deutschland. Dieses Jahr sollen hierzulande 140 neue Filialen entstehen, 120 neue sind im Ausland geplant. Details zur Bilanz will Rossmann im Frühling präsentieren. Im Einzelhandel ist unter anderem das Wachstum auf der bestehenden Fläche eine wichtige Kennzahl.

Zum Gewinn macht das als GmbH firmierende Familienunternehmen nur vage Angaben. Laut Bundesanzeiger, wo die Konzernbilanz verzögert erscheint, kamen 2013 unterm Strich gut 185 Millionen Euro zusammen - 9 Prozent mehr als 2012. Neben der Familie Roßmann hält der Investor A.S. Watson 40 Prozent am Konzern. Einen größeren Umsatz erzielt hierzulande in der Branche nur noch die Drogeriemarktkette dm aus Karlsruhe.