Die Drogeriekette Rossmann und der SB-Warenhausbetreiber Real zeigen Interesse an der Übernahme von früheren Schlecker-Mitarbeitern. Noch kein Grund zur Freude, sagt die Arbeitsministerin.

"Wer bei Schlecker gearbeitet hat, bringt in der Regel gute Voraussetzungen für einen Arbeitsplatz bei Real mit", sagte Real-Personalchef Andreas Schrödinger den Zeitungen der Essener WAZ-Gruppe.

"An der einen oder anderen Stelle haben wir schon Schlecker-Frauen eingestellt", betonte er. Real beschäftigt in Deutschland rund 45.000 Mitarbeiter an 316 Standorten.

Rossmann hatte bereits Anfang Juni angekündigt, Mitarbeitern der insolventen Drogeriekette Schlecker eine neue Chance zu geben. Es sollen insbesondere in Süddeutschland Ex-Schlecker-Mitarbeiter eingestellt worden sein, genaue Zahlen konnten die Burgwedeler nicht nennen.

Von der Leyen "noch nicht zufrieden"

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sieht die Vermittlung von arbeitslosen Mitarbeiterinnen der Schlecker-Kette keineswegs problemlos. "Solange ein Großteil nicht vermittelt ist, können wir überhaupt nicht zufrieden sein", sagte die Ministerin der Tageszeitung "Die Welt".

Von den ersten gekündigten 11.200 Schlecker-Mitarbeitern haben sich nach Angaben der Ministerin in den ersten sechs Wochen 3.500 wieder abgemeldet. Das bedeute, sie hätten Arbeit gefunden, sich selbstständig gemacht oder seien in Rente gegangen. Insgesamt haben bei Schlecker rund 25.000 Beschäftigte ihren Job verloren.