Die Drogeriekette Rossmann will dieses Jahr mehr als hundert neue Läden in Deutschland eröffnen. Der Rossmann-Chef giftet gegen Schlecker: Der Wettbewerber sei eine "marode Nummer eins". 

Rossmann plant mit der Eröffnung von 120 neuen Filialen im laufenden Jahr. Sollte das Konsumklima als Folge wachsender Arbeitslosigkeit einbrechen, werde er seine Expansionsstrategie jedoch stoppen, sagte Geschäftsführer Dirk Roßman in der Tageszeitung "Weser-Kurier". Von einer Zurückhaltung der Verbraucher sei derzeit allerdings noch nichts zu spüren.

"Wir sind lieber eine kerngesunde Nummer drei als eine marode Nummer eins", sagte Roßmann in Anspielung auf den Konkurrenten und Marktführer Schlecker, der wegen angeblichen Lohndumpings in der Kritik steht.

"Ich würde mich in der Haut von Anton Schlecker sehr unwohl fühlen", so Roßmann weiter. Wenn er so häufig in der Kritik stehen würde, dann würde ihm das sehr an die "Nieren" gehen.

4 Millarden Euro Umsatz im vergangenen Jahr

Bereits Anfang Januar hatte Rossmann bekanntgegeben, in diesem Jahr einen Gesamtumsatz von 4,5 Milliarden Euro erreichen zu wollen.

2009 hatte Rossmann trotz der Wirtschaftskrise zum ersten Mal mehr als vier Milliarden Euro Umsatz erzielt.