Mary Coleman ist heute mit sofortiger Wirkung von ihrem Amt als Vorstandsvorsitzende der Baan Company zurückgetreten, um sich neuen Herausforderungen zu widmen. Der gegenwärtige Vorsitzende des Aufsichtsrats Pierre Everärt hat kommissarisch das Amt des Vorstandsvorsitzenden übernommen.

Mary Coleman ist heute mit sofortiger Wirkung von ihrem Amt als Vorstandsvorsitzende der Baan Company zurückgetreten, um sich neuen Herausforderungen zu widmen. Der gegenwärtige Vorsitzende des Aufsichtsrats Pierre Everärt hat kommissarisch das Amt des Vorstandsvorsitzenden übernommen. Während dieser Zeit wird er von seinen Pflichten im Aufsichtsrat entbunden. Die Suche nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden wurde bereits eingeleitet. Aufsichtsratmitglied Joop Janssen wird das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden übernehmen, bis Pierre Everärt nach Ernennung eines neuen CEO in diese Position zurückkehren wird.

"Nachdem wir die Jahr-2000-Herausforderung gemeistert haben, die die gesamte Unternehmenssoftware-Industrie betroffen hat, bin ich von den Geschäftsmöglichkeiten und der Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens überzeugt," so Pierre Everärt. "Das Feedback von Kunden und Analysten während der BaanWorld im November 1999 in Wien zeigt, dass unsere integrierten Produkte und E-Business-Strategien genau das richtige Ziel verfolgen. Unsere Kunden sollen wissen, dass dieser Wechsel in der Unternehmensspitze unser kontinuierliches Kundenengagement und unsere Kundenservices in keiner Weise negativ beeinflussen wird."

Pierre Everärt, 60, hat 34 Jahre Führungserfahrung bei Unternehmen wie Goodyear und General Biscuits S.A. in Paris, wo er als Vice Chairman tätig war. Bei Ahold USA Inc. hatte er den Vorstandsvorsitz inne und bei Koninklijke Ahold N.V. (Zaandam, Niederlande) war er President und CEO. 1992 wurde er sowohl Vorstandsmitglied von Philips Electronics N.V. in den Niederlanden als auch Chairman des Boards von Philips North America Corporation. Pierre Everärt ist derzeit Mitglied verschiedener Boards of Directors in Europa und den Vereinigten Staaten.

Hintergrund

Baan konzentriert sich mit neuer Struktur stärker auf integrierte E-Business-Lösungen Ankündigung der Q4-ErgebnisseHANNOVER, 4. Januar 2000. Die Baan Company will sich im Rahmen einer strategischen Neuorganisation noch stärker auf betriebswirtschaftliche E-Business-Lösungen mit offenem Integationskonzept konzentrieren. Ziel der Baan Company ist es, ihre Marktstrategie und Produktentwicklung noch mehr auf den wachstumsträchtigen Markt des Business-to-Business (B2B) E-Commerce auszurichten.

"Der B2B E-Commerce-Markt wird bis 2003 voraussichtlich ein Volumen von über 1,3 Billionen Dollar erreichen, wobei 85 Prozent aller B2B E-Commerce-Aktivitäten im Marktsegment der Fertigungsindustrie umgesetzt werden², sagt Katrina Roche, Chief Marketing Officer von Baan. "Durch unsere dominante Position und unser fundiertes Know-how im Bereich Fertigung können wir im B2B E-Commerce eine Führungsposition erreichen, indem wir uns auf E-Commerce-Lösungen mit offener Integration konzentrieren. Ziel ist es, die Vision des E-Fulfillment zu realisieren, die wir auf der BaanWorld im November vorgestellt haben. Diese Vision berücksichtigt alle Aspekte, um Kundenanforderungen zu erfüllen, vom Zeitpunkt der ersten Kontaktaufnahme bis zur kontinuierlichen Betreuung bestehender Kunden. Hierzu zählt unter anderem die Unterstützung des direkten und indirekten Beschaffungswesens, komplexer Produktionsabläufe und des Bereichs E-Customer Relationship Management."

Abschreibung von Vermögenswerten

Im Rahmen der Neuorganisation plant das Unternehmen die Abschreibung bestimmter kapitalisierter Anlagewerte für Software, Ausstattung und immaterielle Güter, die keinen Bezug zur Internet-Kernstrategie haben. Darüber hinaus wird Baan 14 Niederlassungen schließen und die Mitarbeiterzahl um etwa vier Prozent verringern. Die im vierten Quartal 1999 zu Buche schlagenden Kosten für Abschreibungen und Umstrukturierung sowie im Zusammenhang mit erhöhten Investitionen und Rücklagen werden auf etwa 200 Millionen Dollar veranschlagt. Der grösste Teil dieser Kosten belastet den Cash-Flow nicht.

Quartalsergebnisse

Baan erwartet für das zum 31. Dezember 1999 zu Ende gegangene vierte Quartal des Geschäftsjahres 1999 einen Umsatz zwischen 140 und 150 Millionen Dollar. Im vierten Quartal stiegen die Lizenzeinnahmen gegenüber dem dritten Quartal und dem Vergleichszeitraum des Vorjahres stetig an. Unter Berücksichtigung der oben genannten Aufwendungen von 200 Millionen Dollar erwartet das Unternehmen im vierten Quartal 1999 einen Verlust von insgesamt zwischen 240 und 250 Millionen Dollar beziehungsweise zwischen 1,09 und 1,13 Dollar je Aktie. "Wir haben das Quartal mit liquiden Mitteln und marktfähigen Wertpapieren von rund 170 Millionen Dollar abgeschlossen und haben Zugriff auf weitere Finanzmittel in Höhe von 215 Millionen Dollar ", sagt Baan-Finanzchef Jim Mooney. "Die Neuorganisation reduziert unsere laufenden Kosten um rund 25 Millionen Dollar pro Quartal. Hierdurch können wir unser Investitionsniveau für Forschung und Entwicklung im expandierenden Business-to-Business E-Commerce-Markt aufrecht erhalten und unseren Kundensupport weiter ausbauen."


FIRMENPROFIL:

Die 1978 gegründete Baan Company ist ein internationaler Anbieter von standardbasierter Unternehmenssoftware. Baan bietet ein umfassendes Portfolio von integrierten Softwarekomponenten und Leistungen an, die alle Geschäftsbereiche und ­Abläufe in Unternehmen abdecken. Dazu gehören E-Business, Customer-Relationship-Management (CRM), Enterprise-Resource-Planning (ERP), Supply-Chain-Management (SCM) und Knowledge-Management. Die Produkte sind schnell zu implementieren und flexibel anpassbar. Durch die Dynamic-Enterprise-Modeling(DEM)-fähigkeiten sind Unternehmen in der Lage, ihre Geschäftsprozesse kontinuierlich zu verbessern und zu optimieren.
Die Baan Company hat ihre Hauptsitze in Barneveld, Niederlande, und Herndon/Virginia, USA. Die Aktien des Unternehmens werden an der NASDAQ (BAANF) und an den Boersen in Amsterdam (BAAN) und Frankfurt (WPKN 895467) gehandelt.


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