Der russische Karstadt-Bieter Artur Pachomow hat laut Medienberichten Großes mit dem Warenhausbetreiber vor: Er will nach Russland und sogar nach Arabien expandieren.

Pachomow und seine Holding Karotext wollen im Falle einer gelungenen Übernahme mit Karstadt nach Osteuropa und in ehemalige Sowjet-Republiken expandieren. Er könnte sich laut Medienberichten sogar Filialen in Arabien und Asien vorstellen.

Der russische Unternehmer hatte in letzter Minute für die insolvente Warenhauskette geboten. An der Kaufofferte sei auch eine internationale Bank sowie private Investoren beteiligt, teilte er mit, ohne auf weitere Details einzugehen.

Das Angebot vom russischen Investor besteht nach Angaben eines Sprechers des Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg lediglich aus sechs Seiten.

Unterstützung der Kommunen gilt als sicher

Die weiteren Bieter für Karstadt sind der Finanzinvestor Triton, der Milliardär Nicolas Berggruen und das Warenhaus-Vermieterkonsortium Highstreet, das zum Teil zur US-Bank Goldman Sachs gehört. Die Gläubiger wollen bis zum 9. Juni entscheiden, an welchen Bieter Karstadt gehen soll.

Am Dienstag wurde bekannt, dass genügend Kommunen auf ihre Steueransprüche gegenüber dem Unternehmen verzichten. Damit ist eine wichtige Bedingung für das Gelingen des Insolvenzplans erfüllt.

Eine Chronik der Karstadt-Krise finden Sie hier.