Ab 1. Februar 2014 ist die Nutzung der bestehenden nationalen Überweisungs- und Lastschriftverfahren nicht mehr möglich. Dann beginnt die SEPA-Time Single Euro Payments Area. Der erschreckende Befund:  Deutschlands Unternehmen sind vielfach immer noch ahnungslos und unvorbereitet. Liquiditätsprobleme drohen. Das sagt eine neuerliche Studie von ibi research.


Bereits vor einem halben Jahr hatte das Institut nachgefragt. Ergebnis damals: Rund ein Drittel aller befragten Unternehmen, Behörden und Vereine hatte damals nur vage Vorstellungen von SEPA oder davon sogar noch gar nichts gehört.

Das aktuelle Ergebnis ist nicht weniger frustrierend: 22 Prozent haben nach eigenen Angaben nur vage Vorstellungen von SEPA oder sogar noch nie etwas davon gehört. Bei jedem fünften Unternehmen steht zudem  der Termin zur finalen Umstellung auf die SEPA-Lastschrift noch immer nicht fest.

Manch einer wird es wohl auch nicht schaffen den Stichtag einzuhalten. 11 Prozent der Befragten rechnen damit, dass ihre Systeme erst nach dem 1. Februar 2014 auf SEPA umgestellt sind.

Befragte, die SEPA-Lastschriften nutzen oder dies vorhaben, können nicht lange auf die Lastschrift verzichten: 27 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, bereits nach 5 oder weniger Tagen durch fehlende Lastschrifteingänge in Liquiditätsprobleme zu kommen. Man muss sich allerdings fragen, ob unter den Nachzüglern und Ahungslosen nur jene sind, die ein dickes finanzielles Polster haben, oder ob sie die Risiken schlicht übersehen?


Die komplette Studie „SEPA-Umsetzung in Deutschland“ sowie eine SEPA-Checkliste stehen unter www.sepa-wissen.de kostenlos zum Download zur Verfügung.