Trotz der MMS-Euphorie konnte SMS die Konkurrenz noch einmal abhängen. Experten der Telekommunikationsbranche stufen sie weiterhin als zweitwichtigsten Kommunikationsdienst ein - gleich hinter der Sprache.

Trotz der MMS-Euphorie (Multimedia Messaging Service) konnte SMS (Short Message Service) die Konkurrenz noch einmal abhängen. Experten der Telekommunikationsbranche stufen sie weiterhin als zweitwichtigsten Kommunikationsdienst ein - gleich hinter der Sprache. Auf Platz drei folgt die E-Mail aufs Handy. Der hochgejubelte Datenservice MMS folgt auf Platz vier. Das ist ein Ergebnis des aktuellen Telco Trend, einer Befragung der Mummert + Partner Unternehmensberatung unter Fach- und Führungskräften der Telekommunikationsbranche.

Heute werden weltweit im Monat bis zu 30 Mrd. Kurznachrichten von Handy zu Handy gesendet. Die 160-Zeichen-Nachricht hat sich für die gebeutelte Telekommunikationsbranche zum unerwarteten Umsatzbringer gemausert. Nun wittert sie neue Umsatzchancen im Bereich der Mobilfunkbotschaften. Aus Sicht der Anbieter ist die E-Mail via Handy ein Hoffnungsträger im kommenden Jahr. Sie wird von den Fach- und Führungskräften als "wichtig" eingeschätzt und belegt in den Top Five den Bronzerang.

Auch dem Multimedia-Datendienst MMS traut die Telekommunikationsbranche künftig einiges zu. Vorerst reicht es lediglich für den vierten Platz. MMS-Botschaften können neben Text auch Töne, Bilder oder Videos in Farbe enthalten. Der Kommunikationsdienst funktioniert bereits mit dem Vorläufer der dritten Mobilfunkgeneration, GPRS (General Packet Radio Service).

MMS-Pionier in Deutschland ist die britische Vodafone. Die Telekommunikationsgesellschaft bietet Multimedia-Messaging seit Mai in Deutschland an. Vodafone brachte die Neuerung rund drei Monate früher als angekündigt auf den Markt und überrumpelte damit die Konkurrenz. T-Mobile will noch im Sommer nachziehen. (ST)


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