Die angeschlagene Privatbank Sal. Oppenheim hat ihre Beteiligung an dem insolventen Handels- und Touristikunternehmen Arcandor deutlich zurückgefahren.

Wie Arcandor in einer Ad hoc-Mitteilung bekanntgab, verringerte die Bank den Anteil in mehreren Schritten von 24,9 Prozent auf 9,69 Prozent. Dadurch verlieren die Eigentümerfamilien ihren Status als Arcandor-Hauptaktionär. Ob noch weitere Verkäufe geplant sind, wollte ein Sprecher von Sal. Oppenheim nicht sagen.

Das Engagement bei Arcandor kam Sal. Oppenheim ziemlich teuer zu stehen und brachte die Privatbank, die  inzwischen vor einer Übernahme durch die Deutsche Bank steht, zusammen mit anderen Fehlspekulationen und Belastungen durch die Finanzkrise in Bedrängnis.

Schickedanz ist wieder Hauptaktionärin

Die jetzt noch von Sal. Oppenheim gehaltenen 24,5 Millionen Aktien haben aktuell an der Börse einen Wert von 5,6 Millionen Euro. Als die Bank im Herbst 2008 bei Arcandor über eine Kapitalerhöhung einstieg, hatte sie für einen ähnlich hohen Anteil insgesamt knapp 60 Millionen Euro bezahlt.

Nun nimmt wieder Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz die Rolle des Hauptaktionärs bei Arcandor ein. Ihr werden noch 21,5 Prozent der Anteile zugerechnet.