Einkaufen ist eine Frage des Alters: Während Menschen der Generation "55 Plus" durchschnittlich 256 mal im Jahr einkaufen, kommen junge Singles gerade mal auf 120 Besuche im Super- oder Drogeriemarkt.  

Lebensmittel, Körperpflege und was man sonst noch täglich so braucht – im Jahr 2010 gaben die Haushalte in Deutschland 3.337 Euro dafür aus. Gegenüber 2009 ist das ein stabiler Wert, meldet das Marktforschungsunternehmen The Nielsen Company.

Denn den leicht gestiegenen durchschnittlichen Ausgaben pro Einkauf in Höhe von 17,37 Euro habe ein leichter Rückgang der Einkaufshäufigkeit gegenüber gestanden. Im Durchschnitt wurden Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriemärkte demnach drei bis vier Mal pro Woche, insgesamt 192 Mal pro Haushalt, aufgesucht.

Die eifrigsten Einkäufer fanden sich in älteren Mehrpersonenhaushalten, den so genannten leeren Nestern (Haushaltsvorstand ab 55 Jahren, keine Kinder (mehr) im Haus). Sie kauften im Schnitt 256 Mal ein. Junge Singles unter 35 Jahren waren mit 120 Einkäufen nicht einmal halb so oft in den Geschäften anzutreffen.

Samstag bleibt beliebtester Shoppingtag

Beliebtester Einkaufstag ist und bleibt der Samstag: Rund 22 Prozent aller Umsätze mit Gütern des täglichen Bedarfs lassen an diesem Tag die Kassen klingeln. Der Freitag habe aber aufgeholt und 2010 ebenfalls die Schwelle von 20 Prozent Umsatzanteil überschritten. Auch der Donnerstag legte demnach in der Umsatzbedeutung zu.

Doch das alles ging auf Kosten der Umsätze in der ersten Wochenhälfte: Montag, Dienstag und Mittwoch mussten Anteile abgeben. Der traditionell umsatzschwache Dienstag war auch 2010 mit einem Umsatzanteil von 12,9 Prozent das Schlusslicht.

Nach Meinung der Marktforscher hängt diese Entwicklung mit den vielen Aktionen im Lebensmitteleinzelhandel und den Drogeriemärkten zusammen – diese Angebote würden häufig auf die zweite Wochenhälfte gelegt und tragen somit zu der Entwicklung bei.