Die Modekette SinnLeffers hat ihre Sanierung zu einem guten Ende gebracht. 2.500 Mitarbeiter dürfen aufatmen. Ihre Jobs sind vorerst gerettet.

Der Anfang März von den Gläubigern bestätigte Insolvenzplan sei nun rechtskräftig, teilte das Unternehmen am heutigen Dienstag in Hagen mit. Das sogenannte Insolvenzplanverfahren in Eigenverwaltung könne damit voraussichtlich im April abgeschlossen werden.

Ende Februar hatte die Kette bundesweit knapp die Hälfte ihrer 47 Filialen geschlossen. Fast 1.300 Menschen verloren ihren Arbeitsplatz. "Wir freuen uns, dass wir mit unserem Sanierungskonzept rund 2.500 Arbeitsplätze an 25 Standorten und den langfristigen Fortbestand des Unternehmens gesichert haben", sagte Geschäftsführer Patrick Feller laut der Unternehmensmitteilung.

Umsatz von 310 Millionen Euro erwartet

Das Unternehmen war wegen der schwierigen konjunkturellen Lage im Textil-Einzelhandel und hoher Mieten ins Trudeln geraten. Anfang August 2008 beantragte es ein sogenanntes Insolvenzplanverfahren in Eigenverwaltung, um das Unternehmen zu sanieren und den Fortbestand zu sichern.

Die frühere KarstadtQuelle-Tochter (jetzt Arcandor) SinnLeffers war 2005 von der Deutschen Industrie-Holding (DIH) in Frankfurt sowie HMD Partners (USA) übernommen worden. Im Mai 2008 hatte die DIH ihren Anteil auf 100 Prozent aufgestockt. Für das Geschäftsjahr 2008/2009 erwartet SinnLeffers nach früheren Angaben einen Umsatz von 310 Millionen Euro.