Lange hat sich eBay gewehrt, hat die Forderung des Top-Investors Carl Icahn nach einer Trennung von PayPal und eBay regelrecht verteufelt. Doch jetzt - Peng. Ab 2015 gehen der Online-Marktplatz und der Zahlungsdienstleister getrennte Wege. Das könnte weitreichende Folgen haben.

eBay und PayPal sollen in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres einzeln an der Börse notiert werden.  Es wird ein gewaltiger Börsenmoment. Die Börse applaudiert schon jetzt. Der eBay-Kurs steigt.

Devin Wenig, President von eBay Marketplaces, wird nach der Trennung CEO des neuen eBay-Unternehmens; American Express Executive Dan Schulman übernimmt direkt nach der Trennung die Rolle des President und designierten CEO von PayPal; eBay Inc. President und CEO John Donahoe und CFO Bob Swan werden die Trennung beaufsichtigen und in den Verwaltungsräten der neuen unabhängigen Unternehmen vertreten sein.

Bislang haben eBay und PayPal gegenseitig davon profitiert, Teil eines Unternehmens zu sein. Nun glaubt man, dass mit einer getrennten Strategie mehr für beide Seiten herauszuholen ist.

Grafik: Statista
PayPal kann jedenfalls nach der Trennung im zunehmend härter und voller werdenden Markt der Zahlungsanbieter freier agieren.
eBay muss sich indes, allen weiter zugesicherten Synergien zum Trotz, mit einer offenen Flanke dem Vormarsch von Alibaba, dass den Online-Marktplatz schon in China abgewehrt hat, in den USA und den Weltmärkten erwehren.

Denkbar, dass Alibaba die Gunst der Stunde nutzt, und einen Einstieg bei eBay als Trittbrett für die weitere Internationalisierung nutzt.

Auch Google wurde zuweilen Interesse an eBay nachgesagt. Das aber soll vor allem PayPal gegolten haben. Mit der Trennung würde damit PayPal nun zu einem interessanten Übernahmekandidaten. Infografik: Payments-Wachstum stellt Marketplace in den Schatten | Statista
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