Die Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz reduziert ihr Immobilien-Portfolio. Mit dem Erlös will sie offenbar ihre Schulden beim angeschlagenen Bankhaus Sal. Oppenheim bezahlen.

Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz hat offenbar zwei Schweizer Villen für 47 Millionen Euro verkauft, um einen Teil ihrer Schulden zu tilgen. Nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" bestätigte ein Vertrauter der einstigen Milliardärin den Verkauf der Häuser in Sankt Moritz.

Mit dem Geld wolle Schickedanz ein Darlehen von rund 200 Millionen Euro beim angeschlagenen Bankhaus Sal. Oppenheim reduzieren. Nach früheren Berichten ist der Kredit mit Grundschulden auf mehrere Schickedanz-Anwesen gesichert. Durch den Verkauf von weiteren neun Immobilien in diesem Jahr wolle Schickedanz zu einer gütlichen Einigung mit der Sal. Oppenheim kommen, sagte der Vertraute dem Blatt.
 
Schickedanz zählte noch vor wenigen Jahren zu den reichsten Deutschen. Mit immer wieder neuen Rettungsaktionen hatte sie vergeblich versucht, eine Insolvenz des Warenhauskonzerns Arcandor, zu dem auch Quelle gehörte, abzuwehren.