Für die Schlecker-Mitarbeiter sind die Lohnzahlungen für ein paar Wochen gesichert. Unklarer ist die Zukunft der Drogeriekette. Konkurrent Rossmann ist weiter zurückhaltend bei seinen Kaufabsichten.

Der Schlecker-Konkurrent Rossmann hat sein Interesse an bis zu 80 Filialen des Konkurrenten bekräftigt. Interessant seien große Verkaufsflächen des gesamten Schlecker-Netzes vor allem an guten Lagen wie in Bahnhöfen, sagte ein Sprecher der Drogeriekette am Donnerstag in Burgwedel. "Herr Roßmann ist aber weit von Kaufabsichten entfernt."

Zunächst werde das Unternehmen abwarten, wie es mit dem Insolvenzverfahren weitergehe. Zuletzt hatte Unternehmenschef Dirk Roßmann davon gesprochen, das maximal 80 Schleckermärkte für ihn interessant seien.

Nach der Insolvenz von Schlecker hatte am Donnerstag auch die Osnabrücker Tochter IhrPlatz einen entsprechenden Insolvenz-Antrag eingereicht.

Arbeitsagentur eröffnet Büro in der Schlecker-Zentrale

Für die mehreren zehntausend Beschäftigten der Drogeriekette Schlecker gibt es immerhin eine gute Nachricht: Das Insolvenzgeld steht bereit.

Die Lohnansprüche von rund 33.000 Mitarbeitern werden bis Ende März durch die Summe von rund 150 Millionen Euro abgedeckt. Das berichtete die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit am Freitag in Stuttgart. Die Arbeitsagentur zahle das Geld aus.

Betroffene müssen Angaben der Behörde zufolge keine Einzelanträge stellen. Zudem will die Agentur direkt in der Schlecker-Zentrale in Ehingen ein Büro aufmachen, um möglicherweise Arbeitsplätze zu vermittlen, sollte es zu Kündigungen kommen. Schlecker hatte am Montag mit drei Gesellschaften Insolvenz angemeldet, die Tochter IhrPlatz war am Donnerstag gefolgt.